HSG Zwehren/Kassel – HSC Zierenberg    28 : 25  (15:10)

 

Verdiente Niederlage in Kassel

Der HSC verliert sein Auswärtsspiel bei der HSG Zwehren/Kassel, und ein sehr enttäuschter Trainer konstatierte nach der Partie: „Für jedes Spiel musst du dir den Arsch aufreißen, das haben wir heute nicht getan!“

Doch beginnen wir am Anfang. Neun Feldspieler standen dem HSC zur Verfügung, und der kleine Kader wurde durch Kevin Feller, Ben Rode sowie Frank Meyer komplettiert. Zwehren fand deutlich besser ins Spiel und erzielte bereits nach 30 Sekunden das 1:0, zwei Minuten später erhöhte Lino Gericke auf 2:0. Nach vier Minuten war Daniel Kunz erfolgreich und netzte zum Anschluss ein. Lediglich der 3:3 Ausgleichstreffer von Jesper Stiegenroth in der 6. Minute verhinderte einen Start-Ziel-Sieg der Kasseler Spielgemeinschaft. An diesem Tag zeigte lediglich Felix Zimmermann eine gute Leistung im Zierenberger Kasten und verhinderte dadurch eine deutlich höhere Niederlage. Der Großteil der Mannschaft erwischte keinen guten Tag, und dies wirkte sich in vielen technischen Fehlern aus, die zu einfachen Ballverlusten führten. An diesem Wochenende hatten sich wohl nicht alle Spieler ausreichend auf das schwere Auswärtsspiel fokussiert. Nach dem Auftaktsieg gegen Korbach ist man jedoch nun wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen und muss feststellen, dass diese Saison kein Selbstläufer wird, sondern den Spielern alles abverlangen wird.

In der 24. Spielminute konnte abermals Jesper Stiegenroth den Anschlusstreffer zum 10:9 erzielen, doch die Zwehrener drehten noch einmal auf. Schäfer und Gericke trafen beide doppelt, und so ging es beim Stand von 15-10 in die Kabinen.

Das Spiel nach der Pause ist schnell erzählt. Die Warmetaler erlaubten sich weiterhin viele einfache technische Fehler, und die HSG baute ihren Vorsprung weiter aus. In der 40. Spielminute parierte Felix Zimmermann einen Strafwurf, doch kurze Zeit später erhöhte die Spielgemeinschaft auf 19:12. Da auch die Gastgeber nicht fehlerfrei spielten, hielt sich die anbahnende Niederlage noch in Grenzen. Ein Blick auf den Spielverlauf lässt vermuten, dass der HSC in den letzten fünf Minuten nochmal eine fulminante Aufholjagd startete. Doch auch wenn der Abstand noch deutlich reduziert werden konnte, war dies eher dadurch begründet, dass die Gastgeber in der zweiten Hälfte munter durchwechselten. Andi Rudolph erzielte kurz vor Schluss das 28:25, und es bleibt ein schmeichel-haftes Ergebnis für das Zierenberger Team.

Für Zierenberg: Zimmermann (Tor), Meyer (Tor), Richter (2), Zöltzer (4),

                          Stiegenroth (2), Feller, A. Rudolph (4), Rode (3),

                          Spangenberg (3/3), Kunz (1), Eckhardt (6/1)

HSG Zwehren/Kassel – HSC Zierenberg                                                                                                                       Vorbericht für 17.09.2022

Nach dem unerwarteten Auftaktsieg gegen den TSV Korbach tritt das Team von Coach Mirko Dettmer am kommenden Samstag bei der HSG Zwehren/Kassel an. In der vergangenen Saison konnte der HSC in der Fremde einen Sieg einfahren, hatte jedoch im Heimspiel das Nachsehen. Am kommenden Wochenende erwartet die Zierenberger ein sehr schweres Spiel, da die HSG über sehr schnelle Leute verfügt und ein hohes Tempo gehen wird.

Der kommende Gegner musste im ersten Serienspiel bei der HSG Reinhardswald antreten. Nach ausgeglichener erster Hälfte konnten die Gastgeber die Partie in den letzten beiden Minuten für sich entscheiden. Den erfolgreichsten Schützen in Reihen der Kasseler stellte mit 8 Treffern Lino Gericke, dessen Wirkungskreis gilt es einzuschränken, um damit das Spiel der Gastgeber merklich zu stören. Auch wenn der HSC bereits einen Sieg einfahren konnte, liegt die Favoritenrolle am Samstag im drittgrößten Kasseler Stadtteil. Die Gastgeber werden alles daransetzen, die ersten Punkte der Saison einzufahren. Somit können die Mannen des HSC, wie schon im ersten Spiel, völlig befreit und ohne Druck aufspielen.

Beim Blick aufs heimische Personal würden wir nun gerne „Alle Mann an Board“ berichten, doch die Situation ist eine ganz andere. Der HSC ist nach den Abgängen der vergangenen Saison mit einem sehr kleinen Kader in die neue Serie gestartet. Den Beteiligten war von vornherein bewusst, dass die Saison 2022/23 eine große Herausforderung wird. Dem Trainer verlangt dies sowohl im Training wie auch am Spieltag ein hohes Maß an Improvisationskunst ab. „Ich schaue mal, was ich aus der Wundertüte zaubern kann“, so beschreibt Mirko Dettmer die Situation am zweiten Spieltag. Es bleibt also spannend, welche und wie viele Spieler am Wochenende das Zierenberger Trikot überstreifen werden. Die Sieben, die auf der Platte steht, wird jedenfalls alles geben und das Möglichste herausholen.