GSV Eintr. Baunatal II - HSC Zierenberg 27 : 26  (12:13)                          

Ohne Punkte mussten die Zierenberger Handballer die Heimreise aus Baunatal antreten, auch wenn es am Ende in einem dramatischen Herzschlagfinale nochmal verdammt spannend wurde. 

Wieder einmal traten die Warmetaler mit einem dezimierten Kader an, kamen aber perfekt ins Spiel. Nach einem Zuckerpass von Michael Foschum an Kreis konnte Oliver Eckhardt zum 0:1 einnetzen. Die Anfangsphase war durch eine hohe Nervosität und viele technische Fehler auf beiden Seiten dominiert. Es entwickelte sich das erwartete Spiel auf Augenhöhe, bei dem die Baunataler wieder die Führung übernahmen. In der 5. Spielminute konnte dann der Ausgleich wiederhergestellt und zwei Minuten später sogar die Führung durch den HSC übernommen werden. In dieser Phase unterliefen weniger technische Fehler, und die Defensive packte deutlich besser zu. Im weiteren Verlauf konnten die mitgereisten Zuschauer immer wieder wechselnde Führungen beobachten. Der GSV ging immer wieder in Führung, doch die Zierenberger steckten nie auf. Durch einen guten Schlussspurt ging der HSC mit einer knappen Führung zum Pausentee in die Kabine. 

An diesem Nachmittag fanden annährend zu so viele Zierenberger wie heimische Unterstützer den Weg in die Baunataler Sporthalle.

Der zweite Durchgang begann leider wenig erfreulich, denn die Zierenberger Defensive stand viel zu passiv, und die Baunataler trafen nach Belieben. Bis zur 37. Minute konnten die Gastgeber eine 3 Tore Führung herausspielen. Auch wenn der HSC sich zwischenzeitlich auf ein Tor herankämpfen konnte, ließ der Angriff die notwendigen Tugenden vermissen. Es fehlte die Struktur im Spiel, die Angriffe wurden mit viel zu wenig Druck vorgetragen. Dadurch wurden Abschlüsse aus aussichtloser Position gesucht. Ging es dann doch einmal druckvoller Richtung Baunataler Deckung, war dies auch direkt von Erfolg gekrönt, wie beispielsweise das 22.20 durch Andi Rudolph. Felix Zimmermann im Tor zeigte eine gute Vorstellung und vernagelte phasenweise den Zierenberger Kasten. In der 48. Minute kam Jens Rudolph ins Spiel und vereitelte direkt einen Baunataler Strafwurf. Er trug dann seinen Anteil zu einer dramatischen Schlussphase bei. In der 58. Spielminute führte Baunatal mit drei Toren, und der Drops schien gelutscht. Doch weit gefehlt, Oli Eckhardt traf souverän vom Punkt und verkürzte auf zwei Tore. Die Gastgeber waren sichtlich nervös, versuchten das Spiel zu verschleppen und agierten drucklos im Angriff. Der HSC nutzte diese Schwächephase konsequent aus und traf 20 Sekunden vor Schluss völlig verdient zum 26:26 Ausgleich. Doch das Glück war an diesem Tag nicht auf Seiten der Warmetaler. Es waren noch zwei Sekunden zu spielen, die Zierenberger Defensive blieb zu passiv, und die Gastgeber treffen aus 8 Metern zum 27:26.

Am Ende geht die Partie für den HSC verloren, weil der Angriff nicht mit der nötigen Struktur und dem erforderlichen Druck agierte. 
Für Zierenberg: J. Rudolph (Tor), Zimmermann (Tor), Schindehütte (2),

                          Stiegenroth (4), Dettmer, A. Rudolph (2), Rode (6),

                          Kunz (2), Eckhardt (7/3), Faupel, Krieger, Foschum(3), 

GSV Eintr. Baunatal II - HSC Zierenberg                                                                                                                        Vorbericht für 01.10.2022

 

Immer wieder Baunatal…Eine Wundertüte trifft auf die andere

Nach der Niederlage gegen die HSG Baunatal II tritt der HSC am Wochenende erneut gegen eine Baunataler Vertretung an. Dieses Mal geht’s nach Großenritte in die Schulsporthalle der Erich-Kästner-Schule, dort bittet die zweite Mannschaft von Eintracht Baunatal um 16:00 Uhr zum Duell.

Nachdem Frank Meyer am vergangenen Wochenende noch vertretungsweise das Zierenberger Tor hütete und dabei eine klasse Vorstellung zeigte, wird er nun wieder in den Betreuerstab rücken. Stammtorhüter Jens Rudolph hat seinen ausgedehnten Urlaub beendet und steht am Samstag wieder zur Verfügung. Über die weiteren Ausfälle und Absagen könnte man an dieser Stelle wieder ein Buch füllen. Auch wenn noch unklar ist, wer am Wochenende das Zierenberger Trikot überstreifen wird, klar ist, dass die Warmetaler wieder mal mit einem Mini-Kader antreten müssen.

In der vergangenen Saison konnte man in den Partien gegen die Eintracht zweimal an den Punkten schnuppern, verlor aber am Ende jeweils denkbar knapp. Diese Saison sind die Vorzeichen schwer zu deuten, auch die Baunataler haben sich zu einer wahren Wundertüte entwickelt. Die vierte Mannschaft agiert als eingeschworener Haufen und die dritte Vertretung musste aufgelöst werden. Dadurch steht der zweiten Mannschaft theoretisch ein riesiger Kader zur Verfügung, in den absolvierten Spielen zeigte sich das in Form völlig unterschiedlicher Mannschaftsaufstellungen. Zur ersten Partie traten die Baunataler erst gar nicht an, diese Umstände machen deutlich, dass man sich auf den kommenden Gegner kaum einstellen kann.

Das ist aber auch gar nicht erforderlich, da das Zierenberger Erfolgsgeheimnis an anderer Stelle zu suchen ist. Es steigt und fällt alles mit dem eigenen Willen, der eigenen Einstellung und dem persönlichen Fokus auf dem Handballsport. Nur wenn diese Dinge beherzigt werden besteht die Chance, zwei Punkte aus Baunatal zu entführen. „Aus meiner Sicht geht die Eintracht, auf Grund es Heimvorteils, als ganz leichter Favorit in die Begegnung. Grundsätzlich erwarte ich aber ein Spiel auf Augenhöhe.“ So die Einschätzung von Coach Dettmer vor der vierten Partie der laufenden Saison.

Da der Zierenberger Trainer am Samstag auch seinen Geburtstag feiert, wird hoffentlich noch ein besonderer Motivationsschub durch das Team gehen. Die Spieler sollten alles reinwerfen, damit dem Coach die Torte wohl bekommt und nicht zu schwer im Magen liegt.