HSC Zierenberg - HSG Zwehren/Kassel   25:30 (12:17)

 

Die Spannung ist zurück

Der HSC Zierenberg verliert sein Heimspiel gegen die HSG Zwehren/Kassel und verpasst es damit, entscheidende Punkte gegen den Klassenerhalt zu sammeln. Hoch motiviert und mit dem Willen zu punkten kamen die Spieler aus der Kabine und legten ein eindrucksvolles Aufwärmprogramm hin. Doch diese Beschreibung gilt nicht den Gastgebern, sondern den Gästen aus Kassel. Gespickt mit einer großen Anzahl von hochtalentierten A-Jugendlichen reisten die Gäste mit einem völlig veränderten Kader an. Auf der Zierenberger Seite wurde sich natürlich auch konzentriert warmgemacht, doch es war augenscheinlich nicht genug Feuer drin.

So wie die Vorbereitung aufs Spiel verliefen dann auch die ersten Minuten der Partie. Zwehren war sehr flink und agil auf den Beinen und gab damit der Zierenberger Defensive das Nachsehen. Die Abwehr bekam keinen Zugriff auf die Angreifer und stand zu passiv im Deckungsverband. In der Anfangsphase hielt Jesper Stiegenroth sein Team mit zwei Treffern im Spiel, doch nach fünf Minuten führten die Gastgeber bereits 3:5. Sebastian Barthel konnte in der 8. Spielminute den 4:5 Anschlusstreffer erzielen, doch die HSG Zwehren/Kassel verwaltete den Vorsprung souverän. Im weiteren Verlauf stand die Zierenberger Defensive weiter nicht stabil genug, und im Angriff nahm man sich eine Vielzahl unvorbereiteter Abschlüsse. Während der HSC in den vergangenen Wochen vor allem mit einem klaren Konzept durch das gebundene Spiel zum Torerfolg kam, dominierten am Samstag Einzelaktionen und überhastete Abschlüsse. Coach Mirko Dettmer sah sich in der 17. Minute gezwungen, sein Team in einer Auszeit neu einzustellen. Doch leider nutzten die Gäste die Unterbrechung und drehten so richtig auf. Plötzlich stand es 10:17, die Gäste dominierten das Spiel in diesem Abschnitt. Einen Lichtblick lieferte der gut aufgelegte Dennis Schindehütte in der 25. Minute, als er sich dynamisch durch die Zwehrener Abwehr tankte und das 11:17 erzielte. Kurze Zeit später war Jesper Stiegenroth per Tempogegenstoß erfolgreich und verkürzte auf 12:17. Das Zierenberger Team stellte sich nun deutlich besser auf den Gegner ein und ließ in den letzten fünf Minuten des ersten Durchgangs keinen Gegentreffer mehr zu.

Der zweite Abschnitt begann deutlich besser als der erste, durch Tore von Kevin Zöltzer und Ben Rode verkürzten die Gastgeber den Rückstand auf 14:17. Äußerst sehenswert eine Parade von Jens Rudolph mit anschließendem Zuckerpass. Das Spiel zweier Mannschaften auf Augenhöhe setzte sich im weiteren Verlauf eher unspektakulär fort, die Gäste führten stets mit 3 bis 5 Toren.

In den vergangenen Wochen war auf Zierenberger Seite eine herausragende Disziplin in Bezug auf Schiedsrichterentscheidungen zu beobachten. Diese Tugend ließen die Spieler am Samstag leider vermissen und haderten mehr und mehr mit den Entscheidungen. Dadurch ging der Fokus auf das eigene Spiel verloren, und ein Vorteil wandelte sich zum Nachteil. In der 45. Spielminute lagen die Gäste wieder mit 5 Treffern in Führung. Jetzt drehte Dennis Schindehütte nochmal richtig auf. Er brachte innerhalb von eineinhalb Minuten das Leder drei Mal im gegnerischen Gehäuse unter. Unser Torgarant Ben Rode verkürzte zehn Minuten vor Schluss noch einmal auf 24:27, doch der Zwehrener Sieg geriet nicht mehr in Gefahr. Ben Rode war noch einmal per Strafwurf erfolgreich und markierte damit den 25:30 Endstand.

In der letzten Minute kam es noch einmal zu einer Schrecksekunde, als ein Zwehrener Spieler sich unglücklich verletzte und die Partie für mehrere Minuten unterbrochen werden musste. Wir hoffen, dass es sich um keine schwere Verletzung handelt und senden die besten Genesungswünsche nach Zwehren.

Das Zierenberger Team zeigte kein schlechtes Spiel, doch die Gäste waren an diesem Tag einfach einen Tick besser. Sie kamen motivierter und fokussierter in die Partie und holten mit einer stark verjüngten Mannschaft wichtige Punkte gegen den Abstieg. Nun wird es noch einmal spannend. Es müssen weitere Punkte her, damit im Warmetal auch nächste Saison Handball in der Bezirksoberliga gespielt werden kann.

Für Zierenberg: J. Rudolph (Tor), Zimmermann (Tor), Schindehütte 6,

                          Foschum 1, Zöltzer 1, Barthel 1, Stiegenroth 5,

                          A. Rudolph 1, Rode 10/2, Spangenberg, D. Kunz,

                          Faupel

HSC Zierenberg - HSG Zwehren/Kassel                                                                                                                       Vorbericht für 21.05.2022 

 

Es wird heiß - Start in den zweiten Teil der Abstiegsrunde 

Bei mittlerweile sehr sommerlichen Temperaturen genießen die Handballer ja normalerweise ihre verdiente Sommerpause. Doch in diesem Jahr ist es, wie so vieles, anders. Wir schreiben Mitte Mai, und die Zierenberger Handballer stürzen sich in die zweite Hälfte der Abstiegsrunde. Es geht also noch einmal gegen die Teams, gegen die die Mannschaft erst vor kurzem angetreten ist. Frisch sind also auch noch die Erinnerungen an das Auswärtsspiel bei der HSG Zwehren/Kassel. Auch wenn die letzten Partien sehr schön anzuschauen und vor allem erfolgreich waren, ist der verkorkste Start des Hinspiels ein mahnendes Signal. Viele Trainingseinheiten liegen zwischen diesem Spiel und heute, eine sehr deutliche und vor allem positive Entwicklung der Mannschaft ist erkennbar. Der Kampf wird angenommen, es wird hellwach in die Partien gestartet, und sowohl Sieges- als auch Kampfeswille sind die neuen Zierenberger Tugenden. Und genau auf diese Stärken muss sich am Samstag die heimische Sieben besinnen, um die nächsten beiden Punkte einzufahren. Mit dem aktuell zweiten Platz scheint das Abstiegsgespenst zwar in weite Ferne gerückt zu sein, doch die Gefahr ist noch nicht gebannt. Daher kann es nur heißen: Kämpfen bis zum Abpfiff. 

Unser kommender Gegner rangiert aktuell mit 10 Punkten auf dem fünften Platz und steht mächtig unter Zugzwang. Die Kasseler werden daher bis in die Haarspitze motiviert in die Partie gehen, damit sie auch in der kommenden Serie in der BOL auf Punktejagd gehen können. Eine kurzer Blick aufs Personal stimmt vorsichtig optimistisch. Aus heutiger Sicht wird lediglich Oliver Eckhardt urlaubsbedingt nicht mit von der Partie sein. Ansonsten kann Coach Mirko Dettmer aus dem vollen Schöpfen und auf einen breiten Kader zurückgreifen. In den vergangen Wochen zwangen den Trainer jedoch besonders die kurzfristigen Absagen dazu, den bereits aufgestellten Matchplan komplett zu überarbeiten. Wir hoffen, dass ihm dies an diesem Wochenende erspart bleibt. Wir erwarten also ein spannendes Match vor heimischer Kulisse und hoffen, dass das Team die Siegesserie fortsetzen wird.