HSG Zwehren/Kassel - HSC Zierenberg  23 : 27  (14:13)

 

Auftakt nach Maß

 

Der HSC Zierenberg startet mit einem Sieg in die Abstiegsrunde und verbessert sich damit sogar auf den dritten Tabellenplatz. In der Trainingsvorbereitung auf das erste Spiel der zweiten Saisonhälfte wurde von Coach Mirko Dettmer die Niederlage bei der HSG Reinhardswald noch einmal deutlich thematisiert. Auch wenn die Partie bereits seit vier Wochen vergangen war, machte er seine Unzufriedenheit mit dem Auftritt sowie seine Erwartungen für den weiteren Saisonverlauf ans Team deutlich.

Konnte der Coach damit seine Truppe hoch motiviert ins Auswärtsspiel in Kassel schicken? Nein, leider weit gefehlt, das Match nahm anfangs einen fast schon gewohnten Verlauf. Die Gastgeber kamen gut ins Spiel, und bereits nach sechs Minuten lag der HSC mit 5:1 zurück. Coach Dettmer sah sich bereits zu diesem frühen Zeitpunkt gezwungen, die Auszeit zu nehmen und seine Mannschaft wachzurütteln. Der Weckruf zeigte Wirkung, und sein Team rappelte sich auf. Schindehütte und Spangenberg konnten mit ihren Treffern auf 6:3 verkürzen. Das Zusammenspiel klappte nun deutlich besser, wenn sich auch weiterhin leichte Fehler einschlichen. In der 17. Minute erzielte Stiegenroth den Ausgleichstreffer zum 7:7 und zwang damit die Gastgeber zur Auszeit. Die Partie verlief bis zur Halbzeit sehr ausgeglichen, kein Team konnte sich deutlich absetzen. Beim Stand von 14:13 ging es zum Pausentee in die Kabinen.

Dettmer nutzte die Zeit erneut, um seine Mannschaft mit klaren Worten auf den zweiten Durchgang einzustimmen. Er forderte vor allem die im Training erarbeiteten Abläufe ein und machte seinen Mannen die größte Zwehrener Schwäche bewusst. Die Gastgeber hatten bereits einige Partien in den letzten Minuten verloren, und genau hier sah der Trainer die große Chance für sein Team. Diese Hoffnung wurde im zweiten Teil erfüllt, denn die Mannschaft startete besser und konzentrierter. Mit dem 15:16 gelang Stiegenroth in der 38. Spielmute der Führungstreffer. Der Spielstand blieb noch bis zur 49. Minute äußerst spannend, die HSG konnte immer wieder ausgleichen bzw. kam bis auf einen Treffer heran. Doch dann setzte die prophezeite Schwächephase der Gastgeber ein, und die Warmetaler konnte dies zu ihren Gunsten nutzen. Sie zeigten in dieser Phase eine starke Vorstellung und setzten die Vorgaben perfekt um. Mit einem variableren Abwehrverhalten und einem druckvollen Angriffsspiel konnte der Vorsprung nun sukzessive ausgebaut werden. In der letzten Spielminute markierte Daniel Kunz mit seinem zweiten Treffer den 23:27 Endstand.

„Wenn wir die gesamten 60 Minuten betrachten, haben wir dieses Spiel verdient gewonnen“ gab Trainer Mirko Dettmer zu Protokoll. Die nächsten Trainingseinheiten sollen nun genutzt werden, um sich intensiv auf den kommenden Gegner vorzubereiten. Am nächsten Sonntag gastiert der TSV Korbach in der heimischen Sporthalle.

 

Für Zierenberg: J. Rudolph (Tor), Zimmermann (Tor), Stiegenroth 5, 

                          Rode 1, Eckhardt 3/1, Spangenberg 6/4, Faupel,

                          Schindehütte 4, Barthel, Foschum, Weber 1, Zöltzer 5,

                          A. Rudolph, D. Kunz 2

Bezirksoberliga Abstiegsrunde

 

HSG Zwehren/Kassel - HSC Zierenberg                                                                                                                       Vorbericht für 23.04.2022

 

Start in den zweiten Teil der Saison

Am 23.04.2022 starten der HSC Zierenberg mit der Partie gegen die HSG Zwehren/Kassel in den zweiten Teil der Saison. In neuer Konstellation warten nun neben der HSG noch die Mannschaften des TSV Korbach, des TV Külte und unsere Nachbarn der HSG Ahnatal/Calden. Ausgetragen werden jeweils Hin- und Rückspiel, die Saison endet planmäßig am 11.06.22 mit einem Heimspiel gegen den TV Külte.

Der HSC bringt drei Siege und drei Niederlagen aus der Vorrunde mit in die Abstiegsrunde und rangiert damit auf Platz vier bei insgesamt acht Mannschaften. Die Platzierung klingt jedoch besser, als sie tatsächlich ist. Die Teams auf Platz fünf und sechs haben ebenfalls sechs Punkte, der Vorletzte hat drei Zähler auf der Habenseite, und das Schlusslicht konnte bisher einen Sieg einfahren. Rechnet man mit drei potenziellen Absteigern, stecken der HSC richtig tief im Abstiegskampf. Der Verbleib in der Liga wird ein hartes Stück Arbeit und fordert absoluten Einsatz und Disziplin des gesamten Teams.

Die Personalsituation hat sich bei den Warmetalern zum Ende der Vorrunde noch einmal deutlich verschlechtert. Neben den Langzeitverletzten Marcel Kunz und Mario Richter fällt nun auch Rico Feyh langfristig aus. Er zog sich in der Partie bei der HSG Reinhardswald eine schwere Knieverletzung zu und wird demnächst operiert. Andi Rudolph laboriert weiterhin an einer Fußverletzung, sein Einsatz am Samstag ist fraglich. Es zeichnet sich also eine dünnere Personaldecke ab, die den vollen Einsatz der verbleibenden Spieler erfordert. Die Trainingssituation war leider nicht optimal, zuletzt musste sogar ein geplantes Testspiel aufgrund Spielermangels abgesagt werden.

Unser Gegner aus Kassel ist uns bereits aus vergangenen Trainingsspielen bestens bekannt und kämpft ebenfalls um den Ligaverbleib. Lino Gericke ist auf Seiten der Gastgeber gefährlichster Torschütze, er konnte in der Vorrunde bereits 82 Treffer für seine Mannschaft erzielen. Ihm folgt Daniel Lautenschläger, der bereits 44 Mal einnetzte. Ansonsten verfügt die HSG über eine ausgeglichene Mannschaft, die stark über das Kollektiv kommt.

Am Samstag wird alles möglich sein, ein enges Spiel ist aber der wahrscheinlichste Fall. Es begegnen sich zwei Mannschaften auf Augenhöhe, die beide um den Klassenerhalt kämpfen. Wie schon in vielen anderen Partien wird wieder einmal die Einstellung der Schlüssel zum Erfolg sein. Das spielerische Potenzial ist vorhanden und muss auf dem Platz abgerufen werden. Das Team, das die Situation ernst nimmt und mit voller Pulle in die Partie geht, wird sich zwei ganz wichtige Punkte sichern. Die Taktik kann variiert und an den Spielverlauf angepasst werden, die richtige Motivation und den absoluten Willen muss jeder Spieler von sich aus mitbringen. Wenn dies passt, können die Zierenberger mit zwei eminent wichtigen Punkten in diese schwere Abstiegsrunde starten.