HSG Wesertal - HSC Zierenberg  36 : 26 (19:10)

 

Marcel Kunz schwer verletzt

Am Samstagabend fand das Spiel beim Spitzenreiter in Wesertal statt, überschattet wurde die Partie leider von der schweren Verletzung von Marcel Kunz.

Im Vorfeld der Partie wurde der gute Zusammenhalt im Zierenberger Handball deutlich. Die ehemaligen Routiniers Sebastian Barthel, Tore Pfeiffer und Michael Foschum sprangen in die Bresche und füllten den ersatzgeschwächten Kader auf. Herzlichen Dank für euren Einsatz! Trainer Hans-Jürgen Hübner standen somit neun Feldspieler und zwei Torhüter zur Verfügung, von den angestammten Halbspielern blieb nur noch Marcel Kunz übrig.

Das Spiel begann mit einem klassischen Fehlstart, Wesertal führte bereits nach fünf Minuten mit 3-0. Olli Eckhardt gelang mit dem 3:1 der erste Zierenberger Treffer. Es zeichnete sich der zu erwartende Spielverlauf ab. Die Gastgeber bauten ihren Vorsprung auf vier Tore aus, der HSC blieb zwar in Sichtweite, der Abstand konnte jedoch nicht verkürzt werden.

Mitte der ersten Halbzeit kam es dann zu einer folgenschweren Aktion gegen Marcel Kunz. In der 20. Minute, während eines Angriffs der Wesertaler, wurde Marcel Kunz mit dem Ellenbogen im Gesicht getroffen, dabei brachen ihm Nasenbein, Jochbein und die Kieferhöhle. Unser Halblinker wurde daraufhin direkt ins Krankenhaus nach Hann. Münden eingeliefert, nach heutigem Stand folgt eine weitere Behandlung durch Spezialisten in der Uniklinik Göttingen. Die Mannen des HSC zeigten sich nach der Aktion deutlich geschockt, und im Angriff war in Durchgang eins nur noch ein Torerfolg zu verzeichnen. Mit dem Stand von 19:10 ging es daher in die Kabine.

Die zweite Halbzeit hatte wenig Überraschungen zu bieten, Wesertal verwaltete seinen Vorsprung und kam am Ende zu einem ungefährdeten Sieg. Der kleine Kader des HSC kam mit seinen Altgedienten an seine Grenzen und kämpfte mit konditionellen Schwierigkeiten. Der Wesertaler Rückraum mit Schräder und Freybott zeigte mit zusammen 19 Treffen eine starke Leistung. Der Defensive des HSC gelang es in diesem Spiel nicht, die Tore aus dem Rückraum zu verhindern.

Zum Ende des Spiels trumpfte Ben Rode noch einmal auf und erzielte einige sehenswerte Treffer. Die zweite Halbzeit ging mit nur einem Tor verloren, und es konnte ein wenig Ergebniskosmetik betrieben werden. Insgesamt kein schlechtes Spiel des HSC, ebenfalls erfreulich, dass sich alle Feldspieler in die Torschützenliste eintragen konnten.

Die schwere Verletzung von Marcel Kunz überschattet jedoch diese Partie, und die Personalsorgen von Coach Hübner sind noch einmal deutlich größer geworden. 

An dieser Stelle alles Gute und die besten Genesungswünsche an Marcel Kunz - come back stronger! 

 

Für Zierenberg: J. Rudolph (Tor), Zimmermann (Tor), M. Kunz 2,

                          Stiegenroth 4, Rode 10/3, Spangenberg 1, Eckhardt 4,

                          Barthel 1, Pfeiffer 1, Foschum 2, Verch 1

 

 

HSG Wesertal - HSC Zierenberg                                                                                                                                    Vorbericht für 16.01.2022

 

Große Aufgabe – kleiner Kader

Nach dem Sieg gegen die HSG Hoof/Sand/Wolfhagen gastiert der HSC am Samstag bei der HSG Wesertal. Das Spiel wird um 19.30 Uhr in Oedelsheim angepfiffen, den HSC-Anhängern stehen 25 Karten zur Verfügung. Aufgrund der 2G-Regel bringt bitte Impfnachweis und Ausweis mit.

Die HSG Wesertal steht als Klassenprimus mit 16:0 Punkten an der Tabellenspitze. Im letzten Spiel konnte das Team von Trainer Frank Rossel stark dezimierte Heiligenröder mit 26:41 besiegen. Während viele Mannschaften in der Liga mit Personalsorgen zu kämpfen haben, kann die Spielgemeinschaft aus dem Wesertal auf einen breiten Kader zurückgreifen. Nicht nur die Tabelle, sondern auch die Torschützenliste, wird von den Gastgebern angeführt. An deren Spitze thront Wesertals Nummer 15, Linus Freybott, mit 56 Treffern. Zweitgefährlichster Schütze ist Til Schräder, der in sieben Spielen bereits 41 Mal einnetzen konnte. Mit 251 erzielten Treffern stellt Wesertal den besten Angriff der Liga, sie kassierten in acht Partien lediglich 169 Gegentore.

Der HSC geht als ganz klarer Außenseiter in die Partie. Schon bei der 25:35 Niederlage im Hinspiel, konnte der HSC lediglich eine Halbzeit gegen stark aufspielende Wesertaler mithalten. Die größten Sorgen bereiten Trainer Hans-Jürgen Hübner die zahlreichen Spielerausfälle. Während Mario Richter langfristig ausfällt, stehen verletzungsbedingt Daniel Kunz und Andreas Rudolph vorerst ebenfalls nicht zur Verfügung. Hinzukommen die Nachwehen aus dem Derby: Rico Feyh und Dennis Schindehütte wurden für mehrere Spiele gesperrt und werden die nächsten Partien von der Tribüne aus verfolgen. Hinter dem Einsatz von Marius Faupel und Matchwinner Ben Rode steht noch ein großes Fragezeichen. Möglicherweise lässt sich die Anreise der verbleibenden Mannschaft im Neunsitzer-Bulli realisieren. 

Wesertal hat natürlich absolut den Anspruch, dieses Spiel für sich zu entscheiden. Die verbleibende HSC-Truppe kann somit ohne Druck in die Partie gehen und ganz befreit aufspielen. Coach Hübner wird die Mannschaft trotzdem optimal auf den Gegner einstellen und versuchen, das Möglichste herausholen.