HSC Zierenberg - SVH Kassel  19 : 27  (9:12)

Für Zierenberg: J. Rudolph (Tor), Zimmermann (Tor), Stiegenroth 1,

                          Rode 9/4, Spangenberg 1, Eckhardt 1, D. Kunz 2,

                          Foschum 2, Verch, Zöltzer 3, Feyh, A. Rudolph, Faupel,

                          Schindehütte

 

Zu viele Fehler, zu wenig Konstanz

Am vergangenen Sonntag durften wir die Sportkameraden aus Harleshausen in der heimischen Schulsporthalle begrüßen. Nach den vielen Spielabsagen der vergangenen Wochen konnte das Debüt von Neu-Coach Mirko Dettmer glücklicherweise ausgetragen werden. Erstmals seit langem durfte man wieder auf eine gut gefüllte Auswechselbank blicken.

Wie bereits in den letzten Partien war die Anfangsphase wieder einmal von technischen Fehlern geprägt. Die Gäste gingen nach zwei Minuten in Führung, doch Jens Rudolph bestimmte diese Phase maßgeblich. Mit grandiosen Paraden hielt er sein Team im Spiel. Er lehrte den 7m-Schützen weiter das Fürchten und entschärfte insgesamt vier Strafwürfe. Das zeitintensive Videostudium zahlte sich an dieser Stelle mehr als aus. In der 3. Minute vereitelte er den ersten Versuch, und im Gegenzug erzielte Michael Foschum das 1:1. Nur vier Minuten später scheitert der nächste Harleshäuser am Zierenberger Schlussmann. Nach acht Minuten erzielt Ben Rode die 3-2 Führung, und Jens Rudolph hielt kurze Zeit später den nächsten Strafwurf des SVH. In der 14. Minute hält Rudolph nicht nur den Ball, sondern bedient Oli Eckhardt mit einem Traumpass über das gesamte Feld, dieser netzt zum 4:3 ein.

Der HSC zeigte in dieser Phase eine klasse Leistung, der Treffer von Jesper Stiegenroth zum 6:4 zwingt die Gäste zur ersten Auszeit. Zwar kann Daniel Kunz den Vorsprung auf 7:4 erhöhen, doch der SVH wird stärker und kämpft sich heran. Mirko Dettmer greift in der 24. Minute zu seiner ersten Auszeit und schwört die Truppe noch einmal auf die Schlussphase des ersten Durchgangs ein. Die Unterbrechung bewirkt leider das Gegenteil, der SVH dreht das Spiel in kürzester Zeit.

Beim Stand von 9:12 geht es zum Pausentee in die Kabinen. Da war mehr drin, besonders der Rückraum tat sich schwer. Man merkte den nach Sperre zurückgekehrten Spielern die fehlende Spielpraxis an.

Der zweite Durchgang beginnt direkt mit einem Rückschlag, der SVH kommt hellwach aus der Kabine und erhöht auf 9:13. Das Überzahlspiel ist nicht effizient genug, der SVH hält den Abstand aufrecht. Es häufen sich wieder die technischen Fehler, und so zeigt die Anzeigetafel in der 38. Minute einen Spielstand von 13:18 an. Kevin Zöltzer verkürzt mit einer technisch starken Leistung auf 14:18, doch die Angriffe der Gäste rollen weiter. Der HSC bekommt kaum noch Zugriff aufs Spiel, dadurch steht es in der 46. Minute bereits 15:21. Daniel Kunz sendet in der 49. Minute ein Lebenszeichen und netzt trotz Unterzahl zum 16:23 ein. In dieser Phase sticht wieder einmal unser Oldie Micha Foschum als unermüdlicher Kämpfer hervor. Er gibt sich nie auf, motiviert seine Mitspieler und erzielt zehn Minuten vor Schluss das 17:24. Das Spiel ist zu diesem Zeitpunkt bereits entschieden, auffällig ist lediglich das harsche Auftreten des Gästetrainers gegenüber seinen Spielern. Der SVH treibt das Ergebnis weiter in die Höhe und trifft 20 Sekunden vor Schluss zum 19:27.

Dem HSC fehlt es weiterhin an Konstanz, es schleichen sich zu viele vermeidbare Fehler ein. Unsere Gäste aus Harleshausen entscheiden daher die sehr fair geführte Partie für sich. Dass das Ergebnis um ein paar Tore zu hoch ausfällt, ist am Ende nur noch Makulatur. Vorstandsmitglied Stephan Lange sieht das mangelnde Selbstvertrauen als einen der Hauptgründe für diese Niederlage. Insbesondere im Rückraum mangelt es noch an Druck und Durchsetzungsvermögen. Auf den neuen Trainer Mirko Dettmer wartet in den kommenden Wochen viel Arbeit, um das fehlende Vertrauen wieder aufzubauen und aus der Mannschaft wieder ein Team zu formen.

HSC Zierenberg - SVH Kassel                                                                                                                                        Vorbericht für 13.02.2022

Am Sonntag um 17.30 Uhr heißt es endlich wieder: Heimspielzeit in Zierenberg! Der HSC empfängt die Sportkameraden des SVH Kassel zur nächsten Partie. Auch an diesem Sonntag gilt wieder die 2G+-Regel, aber wir dürfen ab sofort wieder 250 Zuschauer in die Sporthalle lassen. Wir empfehlen bei Bedarf weiterhin die Teststationen in Breitenbach oder Wolfhagen.

Unsere Gäste aus Kassel rangieren aktuell auf dem vierten Tabellenplatz, haben jedoch erst acht Spiele ausgetragen. In der gesamten Liga wurden in der jüngsten Vergangenheit viele Partien bedingt durch Corona abgesagt, den SVH Kassel trifft es dabei besonders hart. Das letzte Serienspiel der Kasseler liegt nun bereits knapp drei Wochen zurück, damals besiegten sie sensationell den Spitzenreiter HSG Wesertal mit 29:22. Dieses Ergebnis macht deutlich, dass der momentane Tabellenplatz das Leistungsvermögen des SVH nur eingeschränkt wiederspiegelt. Lassen wir den Blick wie gewohnt über die Torschützenliste der Liga schweifen, finden wir Daniel Pächer auf dem 5. Platz. Er erzielte 61 Treffer in 8 Spielen, davon 30 Siebenmeter, seine Trefferquote bei den Strafwürfen liegt bei sehr guten 81%. Auf den weiteren Plätzen folgen Luca Bartheld und Luckas Mock. Diese beiden Spieler stellten den HSC im Hinspiel vor die größten Herausforderungen. Bei der 26:23 Niederlage in der Harleshäuser Sporthalle netzten die beiden 14x ein und trugen damit maßgeblich zum Sieg des SVH bei. 

Am kommenden Sonntag wird es für den HSC darum gehen, die Fehler aus dem Hinspiel abzustellen und das Rückraumspiel des Gegners zu unterbinden. Möglicherweise werden wir an dieser Stelle eine völlig neue Abwehrformation zu sehen bekommen. Auch wenn der SVH den Tabellenführer schlagen konnte, macht das knappe Ergebnis aus dem Hinspiel deutlich, dass die beiden Punkte ebenso gut im heimischen Warmetal bleiben können. Wir haben im Spiel gegen Eintracht Baunatal gute spielerische Ansätze gesehen, die nun über die gesamten 60 Minuten gezeigt werden müssen. Der HSC muss hellwach in die Partie gehen und mit Kampf und Leidenschaft den Gästen Paroli bieten. Da die gesperrten Spieler zurückkehren, müssen wir nun über mehr Power aus dem Rückraum auf ein variableres Angriffsspiel setzen. Aus einer stabilen Deckung heraus, gestützt auf eine starke Torhüterleistung, werden wir auch wieder über das Tempospiel zum Torerfolg kommen. Wie schon im Vorbericht für das ausgefallene Spiel gegen Heiligenrode angekündigt, steht Coach Hübner wieder ein breiterer Kader zur Verfügung. Mario Richter und Marcel Kunz fallen langfristig aus, Andi Rudolph wird mit seiner Fußverletzung ebenfalls passen müssen. Aus heutiger Sicht ist der Rest der Truppe an Bord und wird alles in die Waagschale werfen.

Auch an diesem Wochenende freuen wir uns auf zahlreichen Besuch und die Unterstützung durch die Fans in der heimischen Schulsport-halle. An dieser Stelle möchten wir aber auch einmal Danke sagen. Danke an alle Besucher, die unser Hygienekonzept in den letzten Wochen vorbildlich und ohne Beschwerden umgesetzt haben. Dies ist eine riesige Erleichterung für den gesamten Verein und ermöglicht uns allen ein Stück „Handballnormalität“ in einer unnormalen Zeit. Wir freuen uns, euch am Sonntag wieder in der Halle begrüßen zu dürfen.