HSG Reinhardswald - HSC Zierenberg  32 : 25 (20:8)

Für Zierenberg: J. Rudolph (Tor), Zimmermann (Tor), Stiegenroth 3,

                          Rode 9/2, Eckhardt 3, Spangenberg, Feyh 2, Faupel 1,

                          Schindehütte 5, Barthel, Feller 2, Dettmer

 

Herbe Enttäuschung in Trendelburg!

Am vergangenen Samstag wurde endlich das mehrfach verschobene Match gegen die HSG Reinhardswald ausgetragen. Das Spiel stand allerdings unter keinem guten Stern und verlief ganz anders als erwartet.

Während unter der Woche noch sehr gut und zielorientiert trainiert wurde, drehten sich die Vorzeichen zum Ende der Woche. Andi Rudolph verletzte sich im Abschlusstraining am Fuß, und Rückraumschütze Daniel Kunz sowie der pfeilschnelle Oldie Michael Foschum mussten coronabedingt passen. Es bestand nun die Möglichkeit abzusagen, doch die Mannschaft sprach sich für eine Austragung des Spiels aus.

Zusätzlich musste Coach Mirko Dettmer kurzfristig auch auf Kevin Zöltzer und Daniel Weber verzichten, der Kader hatte sich somit deutlich dezimiert. Erneut sprangen Sebastian Barthel und Kevin Feller in die Bresche und unterstützen die Truppe – herzlichen Dank für euren Einsatz!

Das Spiel begann wie so viele in dieser Saison, bereits nach drei Minuten lag man 2:0 hinten. Es dauert bis zur 5. Minute, als Oliver Eckhardt den ersten Zierenberg Treffer markieren konnte. Reinhardswald baute den Vorsprung direkt auf 4:1 aus und man merkte, dass das Zierenberger Team kollektiv neben sich stand. Zwar konnte Rico Feyh in der 9. Minute den 4:3 Anschlusstreffer erzielen, doch die HSG hatte leichtes Spiel mit dem Zierenberger Angriff. Auch die Angriffe der Gastgeber wurden durch das zu passive Abwehrverhalten nicht ausreichend gestört. Unter der Woche wurde zwar erstklassig trainiert, doch nun zeigte die Truppe ein anderes Gesicht. Die trainierten Muster wurden nicht angewandt, überhastete Abschlüsse, druckloses Angriffsverhalten und schlechte Quoten dominierten das Spiel. Der Mannschaft gelang es nicht, sich gegenseitig zu motivieren und das Spiel zu drehen. So ist der Verlauf der ersten Halbzeit schnell erzählt, Reinhardswald traf nach Belieben, und Gästetreffer hatten Seltenheitswert. Auch einzelne Ansprachen des Trainers sowie ein Team-Timeout zeigten keinerlei Wirkung. Erschwerend kam hinzu, dass sich Rico Feyh im ersten Durchgang verletzte und nicht mehr eingesetzt werden konnte. Mit dem erschreckenden Stand von 20:8 ging es in die Kabinen. Die Gastgeber führten verdient, obwohl auch sie kein überragendes Spiel zeigten.

Im zweiten Durchgang zeigten die Zierenberger Mannen zwar ein besseres Spiel, die drohende Niederlage konnte jedoch nicht mehr abgewendet werden. Der Abstand konnte am Ende auf 7 Tore verringert werden, der Sieg der Gastgeber geriet aber zu keiner Zeit in Gefahr. Coach Mirko Dettmer zeigte sich sehr enttäuscht von der Vorstellung seiner Mannschaft. „Wenn die Mannschaft nicht mit 100% Einstellung in die kommenden Spiele geht, werden wir auch in den nächsten Partien sang- und klanglos untergehen!“, gab Dettmer zu Protokoll. In den kommenden Wochen ist spielfrei, und es bleibt Zeit für eine gründliche Ursachenanalyse. Bei den Unparteiischen oder gegnerischen Mannschaften brauchen die Fehler jedenfalls nicht gesucht werden, die Mannschaft hat es selbst in der Hand.

Auf den Trainer wartet nun eine mehr als schwere Aufgabe, denn der Kader hat sich innerhalb kürzester Zeit deutlich verkleinert. Bleibt zu hoffen, dass die verletzten Spieler möglichst schnell genesen und mit einer schlagkräftigen Truppe in die Abstiegsrunde gestartet werden kann. Auch wenn der HSC vor zwei Jahren noch in der Landesliga gespielt hat, jetzt geht es um den Klassenerhalt in der BOL. Die Gefahr eines weiteren Abstiegs ist präsent und sollte jedem bewusst sein.

Da die Spieltermine und Gegner der Abstiegsrunde noch nicht feststehen, können wir an dieser Stelle leider noch keinen Ausblick geben. Es scheint allerdings festzustehen, dass wir am 23./24. April mit einem Auswärtsspiel in den zweiten Teil der Saison starten.