HSC Zierenberg – TV Külte  28:27 (13:16)                    am 11.06.2022

 

Fulminantes Saisonfinale in Zierenberg

Bei sommerlichen Temperaturen empfing der HSC den TV Külte zum letzten Saisonspiel, es sollte der versöhnliche Abschluss einer ungewöhnlichen Saison werden. Es lässt sich bereits vorwegnehmen, die zahlreich erschienen Zuschauer wurden nicht enttäuscht.

Der HSC startete wieder einmal zu behäbig und ohne den nötigen Fokus in die Partie, so konnten die Gäste durch einen Doppelschlag von Wachenfeld direkt auf 0:2 stellen. Es dauerte knapp 5 Minuten bis der erste heimische Treffer erzielt werden konnte. Sebastian Barthel setzte sich sehenswert am Kreis durch, neuer Spielstand 1:2. Eben jener Sebastian Barthel zündete zum Saisonfinale noch einmal richtig den Turbo. Innerhalb von nur sieben Minuten erzielte er vier Treffer und sorgte dafür, dass sein Team in dieser Phase nicht gänzlich unter die Räder kam. Die Gäste aus Külte zeigten sich im Vergleich zum Hinspiel deutlich verbessert und gaben den Ton an. Nach 12 Minuten lag der HSC mit drei Toren hinten. Die Zierenberger Akteure scheiterten im gesamten Spielverlauf immer wieder am starken Torhüter der Gäste. Doch der HSC steckte nicht auf, durch die Treffer von Kevin Feller und Ben Rode konnte in der 15. Spielminute zum 7:7 ausgeglichen werden.

Den Zuschauern in der Zierenberger Sporthalle wurde nun ein knappes und dramatisches Spiel geboten. Keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen, und es wurde um jeden Ball gefightet. Erst zum Ende des ersten Durchgangs drückten die Gäste noch einmal stärker und konnten den Vorsprung auf drei Treffer ausbauen. Beim Spielstand von 13:16 ging es in die Halbzeit, und die Zuschauer konnten einen Moment die Zierenberger Sonne genießen. Sollte es das mit dem versöhnlichen Saisonabschluss gewesen sein, fragten sich die heimischen Fans?

Weit gefehlt, der zweite Teil hatte alles zu bieten, was das Handballherz erfreut. Nachdem die Gäste kurz vor der Halbzeit per Strafwurf am Zierenberger Keeper scheiterten, setzte sich dies auf der Gegenseite nach Wiederanpfiff fort. Der TV Külte konnte so seinen Vorsprung auf vier Tore ausbauen. Ein paar Minuten brauchte es, bis die Halbzeitansprache von Coach Mirko Dettmer Wirkung entfalten konnte. Nun konnte der HSC noch einmal alles raushauen, und es begann eine spannende Aufholjagd. Auch die Zuschauer wurden nun mitgerissen und unterstützten ihr Team lautstark. Im Hinspiel gelang es dem Topscorer Sven Ammenhäuser nahezu auszuschalten, dies misslang am Samstag jedoch völlig. 13-mal mussten die Zierenberger Schlussmänner hinter sich greifen, nachdem der Külter jeweils eingenetzt hatte.

Während es auf Seiten der Gäste eher eine Einzelleistung war, handelte es sich auf der anderen Seite um eine geschlossene Mannschaftsleistung. Unser Oldie und Dauerbrenner Micha Foschum läutete mit seinem Treffer zum 19:19 die dramatische Schlussphase ein. Külte konnte wieder einen kleinen Vorsprung erarbeiten, doch der HSC blieb dran. Nach langer Verletzung präsentierte sich Mario Richter noch einmal auf dem Feld und trug sich in der 50. Spielminute in die Torschützenliste ein. Vier Minuten vor Schluss jagte Andi Rudolph den Ball in die gegnerischen Maschen, der 26:26 Ausgleich. Direkt im Anschluss gingen die Gäste noch einmal in Führung, doch der HSC hatte da noch einen Trumph. Die Tormaschine Ben Rode startete noch einmal durch und erzielte abermals den Ausgleich. Es verblieben noch ziemlich genau drei Minuten, es ging hin und her, doch Tore wollten keine mehr fallen. 20 Sekunden vor Schluss wurde dem HSC ein Strafwurf zugesprochen wurde, freudig trat Ben Rode noch einmal zu seiner Paradedisziplin an. Natürlich behielt er die Nerven und ließ er dem Gästekeeper keine Chance. In den verbleibenden 30 Sekunden konnte der Vorsprung gegen tapfer anrennende Gäste über die Zeit gebracht werden. Es war ein dramatischer Sieg in einem spannenden Saisonfinale, der die schönsten Seiten des Handballsports aufgezeigt hat.

Der HSC entgeht dem Abstieg am Ende souverän und wird auch kommende Saison in der Bezirksoberliga um Punkte spielen. Mit 18:10 Punkten reichte es zwar nur für den vierten Platz der Abstiegsrunde, der Rückstand auf Platz 1 beträgt jedoch nur einen mickrigen Punkt. Mit lediglich 304 Gegentoren stellte man die beste Defensive und kann nun die verdiente Sommerpause genießen.

 

Für Zierenberg: J. Rudolph (Tor), Zimmermann (Tor), Schindehütte 2,

                          Foschum 2, Richter 1, Weber, Zöltzer 3, Barthel 4,

                          Feller 3, A. Rudolph 3, Rode 5/1, D. Kunz, Dettmer 3,

                          Faupel 2