TSV Heiligenrode - HSC Zierenberg  17 : 28 (11:13)

Für Zierenberg: J. Rudolph (Tor), Zimmermann (Tor), Stiegenroth 2, 

                          Rode 9/4, Eckhardt 1, Weber 4, Foschum 2,

                          Spangenberg 1, D. Kunz 3, Verch, Feyh, A. Rudolph 2,

                          Faupel, Schindehütte 4

 

Sieg in Heiligenrode: Ein kleiner Schritt in der Tabelle, ein großer Schritt für das Selbstbewusstsein!

Am vergangen Samstag traten der HSC zum Nachholspiel in Niestetal an. Wie angekündigt standen wieder fast alle Spieler zur Verfügung, und Betreuer Frank Meyer konnten endlich wieder 14 Akteure im Spielbericht eintragen. Auch Daniel Weber konnte nach längerer Abwesenheit sein Comeback feiern, und es stand damit endlich wieder ein Linkshänder zur Verfügung.

Auftakt nach Maß, mit diesen Worten lässt sich der Beginn des Spiels passend beschreiben. Der TSV Heiligenrode stand passiv im 6-0 Abwehrverband, Dennis Schindehütte kam super ins Spiel und netzte nach 1 Minute zum 0:1 ein. In der 3. Minute baute Ben Rode per Strafwurf den Vorsprung auf 0:2 aus. Im Anschluss hatte Tim Giese die Möglichkeit, per 7-Meter auf 1:2 zu verkürzen, doch Jens Rudolph lehrte dem Strafwurfschützen der Liga das Fürchten. Der Heiligenröder vergab die Chance, und so konnte Christian Bradler erst nach 4 Minuten den ersten Treffer für die Gastgeber erzielen. Nach 10 Minuten zeigte die Hallenuhr einen Spielstand von 2:4 an, doch plötzlich wirkte unser Angriffsspiel etwas träge und ideenlos. Es kam zu einem Bruch, und plötzlich führte der TSV doch recht überraschend mit 5:4. Die mitgereisten Fans fragten sich, ob die Mannschaft nun doch in alte Muster verfällt. Aber weit gefehlt, Dennis Schindehütte konnte mit einem Doppelschlag auf 5:7 stellen. In der 20. Minute präsentierte Ben Rode ein technisches Sahnestück und baute die Führung weiter aus. In der ersten Halbzeit kam nur selten echtes Tempospiel auf, erst in der 27. Minute war Jesper Stiegenroth per Tempogegenstoß erfolgreich. Mit dem Pausenpfiff traf Heiligenrode noch einmal vom Punkt, und es ging mit einem knappen 11:13 in die Kabinen.

Coach Mirko Dettmer muss in der Pause die richtigen Worte für sein Team gefunden haben, denn diese kamen hellwach und hochmotiviert aufs Feld zurück. Diese Einstellung machte sich auch direkt bezahlt, und der Vorsprung konnte deutlich ausgebaut werden. Besonders Jens Rudolph präsentierte sich als starker Rückhalt im Tor und vereitelte in der 35. Minute bereits den dritten Strafwurf. Der TSV kassierte in der Folgezeit zwei Zeitstrafen, und die HSC-Spieler konnten endlich zeigen, dass sie auch das Überzahlspiel beherrschen. Mit viel Druck wurde abgeräumt, und Daniel Weber erzielte seinen ersten Treffer an diesem Abend. Nun wurde das Spiel auch merklich schneller und nahm Fahrt auf. Bemerkbar machte sich das primär dadurch, dass unsere ältester, aber auch schnellster Spieler Michael Foschum, erfolgreich war. Mit seinem zweiten Treffer stellte er in der 50. Minute den Spielstand auf 13:22. Die Zuschauer sahen eine klasse Zierenberger Abwehrleistung. Lediglich zwei Gegentreffer mussten sie bis dahin im zweiten Abschnitt einstecken.

Die Gastgeber warfen nun noch einmal alles in die Waagschale und versuchten mit einer offeneren Deckung, das Zierenberger Angriffsspiel zu stören. Doch dies gelang nur bedingt, denn nun schlug die Stunde des Daniel Weber. Er erzielte in dieser Phase noch drei weitere Treffer, teilweise aus wirklich schwierigem Winkel, und die Fans fragten sich: „War er jemals weg?“. Damit nicht genug, das Zierenberger Team hatte in der Schlussphase noch einiges zu bieten. Hier wäre zu erwähnen, dass Jens Rudolph sensationell seinen vierten 7-Meter in diesem Spiel vereitelte. In der 59. Minute gab es dann noch was fürs Auge, als Matty Spangenberg per lupenreinem Kempa erfolgreich war. Den Schlusspunkt setzte dann Felix Zimmermann, der in der letzten Minute ebenfalls einen Strafwurf entschärfen konnte. Das Spiel endete nach dieser Glanzparade mit einem deutlichen 17:28 Auswärtssieg.

Mit diesen zwei Punkten konnte sich der HSC um einen Platz in der Tabelle verbessern und optimistisch auf die nächste Partie gegen die HSG Reinhardswald blicken. Den Spielern war anzumerken, dass sie in den letzten Wochen und besonders in diesem Spiel viel Selbstvertrauen tanken konnten.

Coach Mirko Dettmer zeigte sich nach Abpfiff ebenfalls hochzufrieden: „Wir haben meine Ideen und Philosophie die letzten Wochen im Training und heute im Spiel gut umgesetzt. Das haben die Jungs klasse gemacht.“

TSV Heiligenrode - HSC Zierenberg                                                                                                                             Vorbericht für 05.03.2022

Endlich wieder Handball

Am kommenden Samstag steht das Nachholspiel in der Gruppe 2 der Bezirksoberliga Kassel-Waldeck an, der HSC gastiert beim TSV Heiligenrode. Direkt zu Beginn die gute Nachricht: Auch der TSV Heiligenrode lässt wieder Zuschauer zu, die Zierenberger Anhänger können ihr Team bei diesem wichtigen Spiel unterstützen. Es gilt die 2G+-Regel, und es werden uns ausreichend Plätze zur Verfügung stehen.

Die ersten Trainingseinheiten wurden unter dem neuen Coach Mirko Dettmer absolviert, und es lässt sich erfreulicherweise eine höhere Trainingsbeteiligung verzeichnen. Durch die abgesagten Spiele wurde die Mannschaft wohl wieder aus dem Rhythmus gerissen, andererseits konnte man diese Zeit nutzen, um die neue Philosophie und Spielweise zu adaptieren. Der Blick ins heimische Krankenlager stimmt optimistisch, es fehlen lediglich die Langzeitverletzten Mario Richter und Marcel Kunz. Mit einem breiten Kader werden sich wieder mehr Alternativen umsetzen und ein höheres Tempo über die gesamte Spielzeit gehen lassen. Entscheidend wird jedoch die Konstanz sein, um die extrem wichtigen Punkte mit nach Hause zu nehmen.

Unsere Gäste schmücken sich mit der roten Laterne und rangieren mit nur einem Sieg auf dem letzten Platz. Bei ihrem letzten Spiel waren sie bei der HSG Hoof/Sand/Wolfhagen zu Gast und hat mit 27:17 deutlich das Nachsehen. Der TSV bietet mit Christian Bradler seinen erfolgreichsten Torschützen auf, er erzielte bisher 49 Treffer in lediglich 8 Spielen. Dahinter folgt Mirko Richert mit 27 Treffern auf dem 31. Platz der Bestenliste. Dies zeigt, dass man sich nicht auf einzelne Spieler konzentrieren kann, sondern insgesamt den Kampf annehmen muss. Die Heiligenröder stehen mit ihrem kleineren Kader grundsätzlich vor großen Herausforderungen und mussten bereits Spiele kampflos abgeben. Der Schlüssel zum Erfolg bleibt unverändert und wird am Samstag in erster Linie in der Einstellung liegen. Alle Spieler müssen heiß und hellwach in die Partie gehen, damit die Punkte aus Niestetal entführt werden können. Aus einer stabilen Abwehr heraus können einfache Tore über ein schnelles Umschaltspiel erzielt werden. Mit dem richtigen Druck und Zug zum Tor kann man auch über das gebundene Spiel erfolgreich sein. Es bleibt spannend, ob im Team bereits die Handschrift des neuen Coachs erkennbar ist, und mit welcher Einstellung die Truppe agieren wird. An dieser Stelle wurde nun ausreichend über den neuen Coach und seinen Einfluss philosophiert, jetzt ist aber die Mannschaft am Zug. Egal mit welcher Aufstellung, Spielweise usw. – die Truppe hat das Potenzial, als Sieger vom Feld zu gehen und muss in diesem Match liefern. Es geht um eminent wichtige Punkte um Abstiegskampf.

Am 12.03.2022 wird der HSC im Nachholspiel bei der HSG Reinhardswald um die letzten zu vergebenden Punkte der Hauptrunde kämpfen. Im Anschluss folgt eine längere Pause, bevor ab 23.04.22 die Begegnungen der Abstiegsrunde absolviert werden. Dabei werden die Punkte der Spiele gegen die Mannschaften, die mit in die Abstiegsrunde gehen, aus der Hauptrunde übernommen. Der finale Abschluss der Saison ist dann für den 11.06.22 terminiert.

Alle Informationen stehen online unter hhv-handball.liga.nu oder hsczierenberg.de zur Verfügung.