HSG Ahnatal/Calden      HSC Zierenberg  19 : 24  (8:13)

 

Arbeitssieg im Derby

Einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg konnte der HSC am Sonntag im Derby in Calden einfahren. Im Vorfeld der Partie wurde Coach Mirko Dettmer zum Improvisieren gezwungen, da seine Spielerdecke kurzfristig sehr dünn wurde. Während Daniel Weber wegen Urlaub verhindert war, mussten auch Oliver Eckhardt und Marius Faupel kurzfristig passen. Zu allem Überfluss gab es noch ein Missverständnis beim Spielbericht, dadurch konnte Daniel Kunz ebenfalls nicht mehr eingesetzt werden. Solche Fehler sind natürlich ärgerlich, aber sie passieren einfach. Wir sind froh einen Betreuer zu haben, der sich so für unser Team engagiert – danke für deine Arbeit.

Das Spiel selbst begann wie in der Vorwoche: Jesper Stiegenroth und Andreas Rudolph erzielten in den ersten fünf Minuten die Treffer, und die Hallenuhr zeigte eine erfreuliche 0:3 Führung an. Ein Doppelschlag von Ben Rode ließ die Führung auf 1:5 anwachsen. Danach fing sich Calden ein wenig und konnte in der 11. Minute durch Lars Most auf 4:6 verkürzen. Da die Gäste in der Deckung gut arbeiteten, konnte Jens Rudolph im Tor einige Bälle parieren. Es gelang allerdings nicht, die entscheidenden Abpraller zu sichern, und so kam Calden zu einigen einfachen Toren. Andreas Rudolph erzielte in der 20. Minute bereits seinen dritten Treffer, und auch die schnellen Außenspieler trafen ins gegnerische Gehäuse. In der 25. Spielminute nahm der heimische Trainer die erste Auszeit, um seine Jungs nochmal neu einzustellen. Doch die Unterbrechung verfehlte ihre Wirkung komplett, denn die Zierenberger konnten ihren Vorsprung wieder auf 5 Tore ausbauen. Beim Spielstand von 8:13 schickte das Schiedsrichtergespann die Spieler zur Erholung in die Kabinen.

Der zweite Abschnitt brachte kaum Veränderung zum ersten Durchgang, der Vorsprung konnte verwaltet werden. Calden zeigte sich weiter zu harmlos aus dem Rückraum und kam eher durch 7-Meter zum Erfolg. Stärkster Mann auf heimischer Seite war Marcel Ledderhose im Tor, er zeigte eine ganz starke Leistung und brachte die Zierenberger Schützen ein ums andere Mal zur Verzweiflung. Der Zierenberger Angriff kam nur mühsam auf Touren, und Tore waren zu Beginn der zweiten Halbzeit Mangelware. Abwehrstratege und Routinier Sebastian Barthel steuerte jedoch seinen Teil bei und erzielte das 8:15 in der 34. Spielminute. Mitte der zweiten Halbzeit kam dann Kevin Zöltzer so richtig ins Rollen und erzielte mit drei aufeinanderfolgenden Treffern einen klassischen Hattrick. So konnte die Führung auf acht Treffer ausgebaut werden, und Calden nahm erneut eine Auszeit. Nach der Unterbrechung kam es zu keinen nennenswerten Veränderungen. Die Caldener profitierten nun von der dünnen Zierenberger Spielerdecke und konnten in der Schlussphase noch ein wenig Ergebniskosmetik betreiben. Dennis Schindehütte erzielte drei Sekunden vor Schluss sein drittes Tor und markierte damit auch den Endstand von 19:24.

„Unsere Chancenverwertung war unterirdisch, und wir hätten gegen die harmlosen Caldener deutlich höher gewinnen müssen. Die Einstellung im Team hat aber gestimmt, die Jungs haben alles reingeworfen und einen tollen Kampf gezeigt.“ So die Einschätzung von Coach Dettmer zur Partie.

In der kommenden Woche wartet mit dem TV Külte eine echte Herausforderung auf den HSC. Auch wenn die Mannschaft momentan den zweiten Platz belegt, geht es da um ganz wichtige Punkte gegen den Abstieg.

Für Zierenberg: J. Rudolph (Tor), Zimmermann (Tor),  Schindehütte 3,

                          Foschum 1, Zöltzer 6, Barthel 1, Stiegenroth 4,

                          A. Rudolph 4, Rode 5, Spangenberg, D. Kunz

Derbyzeit in Calden

Nach der starken Vorstellung im vergangenen Heimspiel steht das nächste Highlight vor der Tür. Es ist endlich wieder Derbyzeit angesagt. Der HSC tritt bei der HSG Ahnatal/Calden zur dritten Partie in der Abstiegsrunde an.

Alles auf Anfang, mit diesem Motto geht es nach dem Sieg gegen die stark ersatzgeschwächten Korbacher in die Trainingseinheiten. Wieder einmal sind die Voraussetzungen komplett neu, geht man doch als klarer Favorit in die Partie beim Ortsnachbarn. Da wir auf den zweiten Platz klettern konnten und unsere Caldener Sportskameraden lediglich auf dem vorletzten Platz rangieren, sind die Rollen scheinbar klar verteilt. Der Druck des Favoriten liegt eindeutig auf den Zierenberger Schultern, doch der Druck des Klassenerhalts liegt klar bei den Gastgebern. Fünf Punkte trennen sie aktuell von einem potenziellen Nichtabstiegsplatz. Es ist zu erwarten, dass sie daher einen großen Kampf liefern werden, um noch dem Abstiegsgespenst entkommen zu können. Eine sehr knappe Niederlage gegen Eintracht Baunatal sollte allerdings aufhorchen lassen und Warnung genug sein, diese Mannschaft nicht zu unterschätzen. Wir erwarten daher eine knappe und hart umkämpfte Partie, in der wir alles in die Waagschale werfen müssen.

Mit 78 Toren präsentiert sich Domenic Bier als erfolgreichster Werfer seiner Mannschaft. Weiterhin erwähnenswert die Performance von Lars Most, dank steil ansteigender Formkurve konnte er 11 Treffer in den letzten beiden Partien erzielen. „Da kommt eine echte Wundertüte auf uns zu, die Leistung der Gastgeber hängt stark vom verfügbaren Personal ab. Calden ist in dieser Saison mit sehr unterschiedlichen Varianten und Personen aufgelaufen, wir lassen uns überraschen, wer am Samstag auf der Platte steht“ so Coach Dettmer über den kommenden Gegner.

In der heimischen Schulsporthalle stand natürlich die Analyse des vergangenen Heimspiels auf der Agenda. Auch wenn wir generell ein starkes Spiel gesehen haben, war phasenweise auch noch deutlich Luft nach oben. Wenn man auch die nächsten Partien erfolgreich bestreiten möchte, gilt es genau diese Punkte zu optimieren. Positiv bleibt die Einstellung zurück, die im letzten Spiel gestimmt hat und auf der super aufgebaut werden kann. Unsere Torhüter haben sich natürlich wieder intensiv auf die Caldener Schützen vorbereitet, um sowohl im freien Spiel wie auch vom 7-Meterpunkt den entscheidenden Unterschied machen zu können. Aus verschiedenen Gründen konnte diese Woche nur mit einem kleineren Kader trainiert werden, die Truppe wird jedoch trotzdem alles aus sich rausholen. Trainer Mirko Dettmer kann auf nahezu die identische Mannschaft wie in der Vorwoche zurückgreifen. Lediglich Daniel Weber weilt im Urlaub und wird nicht zur Verfügung stehen.