Bezirksoberliga Männer

HSC Zierenberg – Tuspo Waldau 34 : 24 (18:11)
 
Nach einer langen Durststrecke gewannen die Zierenberger Handballer ihr erstes Heimspiel im Jahr 2018 gegen den Tabellenletzten TuSpo Waldau souverän mit 34:24 (18:11).

 

Dabei hatte es im Vorfeld des Spiels einige Überraschungen gegeben. Nach einem guten halben Jahr trennten sich die Wege von Trainer Klaus Leister und dem HSC Zierenberg. Trainer Leister hielt es für besser, es mit einem neuen Mann auf der Trainerposition zu versuchen, da sich seine Philosophie eines guten Spielaufbaus nicht mit den Aktionen der Spieler deckte. Die Folge waren einige unnötig verloren gegangene Spiele, seine Enttäuschung darüber und zuletzt sein Abschied vom HSC Zierenberg. Daraufhin war der Vereinsvorstand bemüht, schnell einen Nachfolger zu finden und konnte tatsächlich ihren Wunschkandidaten für diese Aufgabe gewinnen.
Ab sofort wird die Mannschaft von Thomas Dittrich trainiert, der sich in der letzten Saison eine Auszeit vom Trainergeschäft genommen hatte und zuvor beim Liga-Konkurrenten TV Jahn Calden die Fäden in der Hand hielt.

 

„Wir freuen uns sehr, dass Thomas so schnell zugesagt hat, er war ja schon seit vielen Jahren unser Wunschkandidat für diese Position“, meinte Sportwart Bernd Rehrmann erleichtert nach der gelungenen Verpflichtung.

 

So sollte dieses Spiel ein Neuanfang und der Startschuss zu einer Aufholjagd werden, um sich Schritt für Schritt wieder dem oberen Mittelfeld anzunähern.
„Es gibt keine Entschuldigungen mehr, wir müssen einfach mal wieder gewinnen“, lautete folgerichtig auch die Aussage von Torhüter Jens Rudolph vor dem Spiel, der ebenso motiviert war wie seine Mitspieler. Auch wenn die Mannschaft weiterhin mit Dennis Schindehütte und Marcel Kunz auf zwei ihrer Rückraumspieler verzichten musste.
Konzentriert und engagiert starteten die HSCer in das Spiel, zeigten, wie schon in den Spielen zuvor, eine gute Abwehrleistung, konnten aber diesmal durch Tempogegenstöße zu einfachen Toren kommen und führten in der 7. Minute bereits mit 6:1.
„Wir wollen in Zukunft einen schnelleren Handball zeigen - die Spieler dazu haben wir - und so die Früchte der guten Abwehrarbeit ernten“, lautet die neue Vorgabe von Trainer Thomas Dittrich, der bereits am Sonntag den Platz auf der Bank einnahm.
Und so konsequent ging es auch weiter. Mit schnell vorgetragenen Angriffen, tollen Spielzügen und guten Passwegen erspielten sich die Hausherren einfache Torchancen, die bis auf einige Ausnahmen auch genutzt wurden. Zwischenzeitlich hieß es 11:4 für Zierenberg bevor auch die Waldauer besser ins Spiel kamen, einige Unachtsamkeiten in der HSC-Abwehr nutzten, um über ihren starken Kreisläufer verkürzen zu können. Über 12:8 und 14:10 ging es schließlich mit 18:11 für die Gastgeber in die Halbzeit.
 
Nach dem Wiederanpfiff blieben die gefürchteten schwachen 5-Minuten der Hausherren aus. Stattdessen zeigten sie sich gleich wieder hochkonzentriert und konnten durch Kevin Schnitzer und Matthias Spangenberg ihren Vorsprung auf 9 Treffer ausbauen. Eine weiter stark agierende Abwehr mit dem sicheren Rückhalt von HSC-Torwart Jens Rudolph ließ für die Gäste keine Ergebniskorrektur mehr zu. Tore Pfeiffer erhöhte den Vorsprung nach seinem Tempogegenstoß zwischenzeitlich sogar auf zwölf Tore. Trotzdem ließen die Zierenberger noch zu viele Chancen im zweiten Durchgang ungenutzt, so dass ein noch klareres Ergebnis nicht möglich war.
Dennoch zeigten sich nach dem Schlusspfiff alle Akteure erleichtert, endlich einmal wieder einen deutlichen Sieg feiern zu können.
„Neue Besen kehren gut“, meinte Thomas Dittrich nach dem Spiel augenzwinkernd, „mal sehen, wie wir uns in Zukunft aus der Affäre ziehen“.
Am kommenden Sonntag können sie zeigen, dass dies mehr als ein Aufflackern war, wenn gegen die HSG Bad Wildungen/Friedrichstein die Revanche für die unnötige Hinspielniederlage auf dem Programm steht.
 
Für Zierenberg: J. Rudolph, Zimmermann (Tor)
Richter, Barthel 5, Weber, Schnitzer 6, Stiegenroth, Feller 3, A. Rudolph, Foschum 1, Spangenberg 9/4, D. Kunz 4, Pfeiffer 6