HSC Zierenberg – SVH Kassel     26 : 25  (13:13)

Im Krimi gegen die Gäste aus Kassel-Harleshausen hatte die Zierenberger Männermannschaft das bessere Ende für sich und gewann etwas glücklich mit 26:25.

Es wurde das erwartet enge Spiel, zumal die Gastgeber weiterhin auf Daniel Kunz und seinen gesperrten Bruder Marcel verzichten mussten. Außerdem fehlten Steffen Jakob und  der erkrankte Jesper Stiegenroth. Trotz starker Erkältung stand Kevin Schnitzer seinem Team zur Seite und sollte im Verlauf der Partie einige wichtige Akzente setzen.
Erneut verschliefen die Hausherren den Beginn der Partie und lagen schnell mit 0:3 in Rückstand. „Ich bin sprachlos“, war nach dem Schlusspfiff daher der einzige Kommentar, den Trainer Thomas Dittrich zu diesem Spiel geben wollte. Er konnte es nicht verstehen, dass sein Team immer erst einem Rückstand hinterher laufen muss, bevor es richtig ins Spiel kommt.
Nach dem 0:3-Rückstand hatten sich die HSC-Männer etwas gefangen, brauchten aber ein frühes Team-Timeout, um richtig in die Begegnung zu kommen. Erst nach zehn Minuten gelangen dem Gastgeber die Treffer drei und vier durch besagten Kevin Schnitzer, doch erst die beiden Treffer von Oliver Eckhardt in der 16. und 18. Minute brachten den 7:7- Ausgleich, bevor erneut Kevin Schnitzer die erste HSC-Führung markierte. Zuvor hatten die Gäste von der SVH Kassel das Spiel dominiert und immer wieder Lücken in der HSC-Abwehr gefunden. Allein Jens Rudolph im HSC-Gehäuse war es zu verdanken, dass die Gäste nicht enteilten. Die Zierenberger ließen wieder einige Chancen liegen, und so gelang ihnen die erste Führung mit zwei Treffern erst in der 24. Minute durch die beiden Treffer von Tore Pfeiffer. Aber auch diese Führung hatte nicht lange Bestand. Schließlich ging es mit einem gerechten 13:13 in die Kabine.

Die zweite Halbzeit sollte durchgehend spannend bleiben. Immer wieder  wechselte die Führung, und es folgte postwendend der Ausgleich. Dabei hatten die Zierenberger besonders ihre Probleme mit dem stärksten SVH-Schützen, Danny Körber, der sich immer wieder in Szene setzen konnte und  zehn Treffer beisteuerte.  Mitte der zweiten Halbzeit stellten die Harleshäuser Gäste auf eine offensive Abwehr um und damit die Zierenberger vor arge Probleme, die zu leichten Treffern für die  SVHer führten. Warum sie diese Taktik wieder aufgaben, ist ungewiss, dies könnte ihnen aber den Erfolg gekostet haben, denn die Hausherren hatten  kaum eine Antwort auf diese Situation. 
Auf Seiten der Warmetaler zeigte Ben Rode mit acht Treffern eine starke Leistung und  stellte in der 49. Minute erneut eine Zwei-Tore-Führung her. Doch auch diese sollte keinen Bestand haben. BOL-Oldie Roger Siebert und erneut 2x Danny Körber brachten die SVH wieder in Front.  In der 58. Minute, bei einer erneuten 2-Tore-Führung des HSC Zierenberg schien das Spiel  gelaufen zu sein, doch wieder  Danny Körber und Paul Richter glichen zum letzten Mal aus. Den glücklichen und umjubelten Siegtreffer für die Gastgeber erzielte schließlich Matthias Spangenberg zwei Sekunden vor  dem Schlusspfiff . 
„Sie haben uns souverän mit einem  Tor abgeschossen“, meinte SVHer Roger Siebert lächelnd und augenzwinkernd nach dem Abpfiff, „wir müssen halt unsere Strafwürfe unterbringen“, davon verwarfen die Gäste ganze drei. Insgesamt waren sich die meisten Zuschauer aber einig, dass eine Punkteteilung in diesem unterhaltsame Spiel gerecht gewesen wäre.

Für Zierenberg: J. Rudolph (Tor), Zimmermann (Tor), Schindehütte 4, Richter, Barthel, Weber, Schnitzer 5, Reißel, Feller, A. Rudolph 2, Rode 8/3, Spangenberg 1, Eckhardt 4/2, Pfeiffer 2