HSC Zierenberg – TSV Ost-/Mosheim  35 : 30 (18:12)

Für Zierenberg:  J. Rudolph (Tor), Zimmermann (Tor), Schindehütte 5, Jakob, Richter, Weber, Schnitzer 6, M. Kunz 4, Stiegenroth 3, A. Rudolph 3, Rode 12/5, Spangenberg, D. Kunz, Eckhardt 2

TSV Ost-/Mosheim – HSC Zierenberg  25 : 23 (12:10)

Für Zierenberg:  J. Rudolph (Tor), Zimmermann (Tor), Schindehütte 2, Richter, Weber 2, Schnitzer 4, M. Kunz 1, Stiegenroth 1, A. Rudolph, Rode 6/2, Spangenberg 1, D. Kunz, Eckhardt 5, Pfeiffer 1

 

Nach dem Schlusspfiff in der Hochlandhalle Malsfeld-Ostheim kannte die Freude auf Seiten des Gästeblocks keine Grenzen. Völlig unerwartet steigen die Zierenberger Handballer nach einem

35:30- Hinspielerfolg und einer knappen 23:25-Niederlage im Rückspiel in die Landesliga auf.

Schon nach dem Spiel am Freitag kannte die Freude und der Stolz über die gezeigte Leistung und das tolle Publikum in einer fast ausverkauften Halle bei den HSCern kaum Grenzen. Es war ein gelungener Auftritt des Dittrich-Teams, das von ihren Gästen aus Ost-/Mosheim augenscheinlich völlig unterschätzt worden war.  So setzten sich die Hausherren, angetrieben von ca. 420 Fans, schnell mit 6:2 ab und konnten zwischenzeitlich bis auf 8 Treffer Vorsprung davon ziehen, wobei Ben Rode mit 12 Treffern etwas aus der hervorragenden Mannschaftsleistung herausstach. Auch die harte Gangart der Gäste konnte die HSCer nicht von ihrem Flow abbringen, am Freitagabend gelang den Außenseitern fast alles, während der Favorit noch auf eine gewaltige Leistungssteigerung im Rückspiel hoffte.
„Was für eine Stimmung in der Halle, welch eine Unterstützung“, strahlten die HSC-Spieler nach dem Schlusspfiff, und auch viele Fans waren sich einig: „wer heute nicht dabei war, hat wirklich etwas verpasst!“. Dass diese Unterstützung in der kommenden Saison in der Landesliga wichtig werden wird, damit hatte zu diesem Zeitpunkt niemand gerechnet.

 

Im Rückspiel war dann von  Beginn an klar, dass die Mannschaft des TSV Ost-/Mosheim die Hinspiel-niederlage wettmachen wollte, und so zeigten die Gastgeber schon beim Aufwärmen mehr Willen als noch am Freitag. 
„Es war klar, dass das heute noch eine Nummer härter werden würde“, war der einheitliche Tenor des HSC-Teams, doch dieser Spielweise stellten sich die Gäste und gestalteten, dank einer heraus-ragenden Torhüterleistung von Jens Rudolph, das Spiel offen. Mit 17 Paraden, darunter allein 7 vereitelten Strafwürfen, verschaffte er sich bei den Hausherren Respekt. Diese zeigten zwar ebenfalls eine besserer Leistung im Tor und in der Abwehr, doch für eine klare Überlegenheit reichte es nicht. So konnten sich die OMO-Spieler bis zu Halbzeit nur mit zwei Treffern absetzten, und allmählich machte sich der Gedanke bei den mitgereisten Fans breit, dass es tatsächlich für den Aufstieg reichen könnte. 
„Wir hatten unser Saisonziel schon mit dem  dritten Platz und 33 Pluspunkten übertroffen, und nun bekamen wir noch ein Geschenk mit zwei schönen Spielen“ sagte HSC-Trainer Thomas Dittrich mit Tränen in den Augen. „Die Jungs haben es so gewollt“, deutete der HSC-Coach an, dass eine extrem schwere Saison auf sein Team wartet. „Wir haben diese beiden Spiele am Limit gespielt“, lautete sein Fazit.
Dabei sah es in der zweiten Halbzeit so aus, als könnten die Hausherren tatsächlich den Spieß noch umdrehen. In der 47. Minute erzielte Janis Balke das 19:14 für den TSV und läutete damit die Schlussoffensive ein. Doch statt den Deckel drauf zu machen scheiterten die Hausherren erneut an Jens Rudolph, während Kevin Schnitzer, Dennis Schindehütte und Matthias Spangenberg mit einem 3:0-Lauf den alten Rückstand wieder herstellten. Und ausgerechnet der Ex-OMO-Spieler Oliver Eckhardt brachte die entscheidenden Treffer im Gehäuse seiner ehemaligen Mitspieler unter. „Es ist unglaublich, die erste Saison beim HSC, die Relegation gegen meine alte Heimat, und nun noch der Aufstieg in die Landesliga – kneif mich mal, ich kann es nicht glauben“, zeigte sich Oliver Eckhardt nach dem Spiel sprachlos. „Ich weiß nicht, was ich sagen soll, ich habe mir immer gewünscht, zusammen mit meinen Freunden einmal in der Landesliga zu spielen, dass wir das geschafft haben, Wahnsinn“, zeigte sich der Machtwinner nach dem Spiel emotional und ließ seinen Tränen freien Lauf. Während sein Mitspieler und gleichzeitiger Sportwart Mario Richter nur den Kopf schüttelte und meinte, „das war so nicht geplant, wir waren doch schon mit unserem dritten Tabellenplatz voll zufrieden“.

Dann wurde mit den rund 80 mitgereisten HSC-Fans erst einmal ausgelassen gefeiert. Die Planung für die neue Saison kann noch etwas warten, wobei der HSC seinen ersten Neuzugang aus Kiel schon vermelden kann.