HSG Ahnatal/Calden – HSC Zierenberg  24 : 23 (14:13) 

Bericht aus HNA – WO - HP – S.21 – V1   von Joachim Hofmeister

„Der Glücklichere hat gewonnen“

Calden. „Derbysieger, Derbysieger …“, skandierten die Handballer der HSG Ahnatal/Calden nach dem Schlusspfiff und tanzten vor Freude auf dem Hallenboden. Auf der anderen Seite lange Gesichter bei den Spielern des HSC Zierenberg. Sie hätten im Lokalduell der Bezirksoberliga durchaus einen Punkt holen können. Am Ende mussten sie sich indes knapp mit 23:24 (13:14) geschlagen geben.

„Der Glücklichere hat gewonnen“, waren sich HSG-Spielertrainer Stefan Hermenau und sein Gegenüber Thomas Dittrich einig.

100 Zuschauer sahen eine unterhaltsame, ausgeglichene und spannende Partie. Zur Überraschung hielten die Gäste, die auf gleich fünf Leistungsträger verzichten mussten, sehr gut mit und lagen kurz vor dem Seitenwechsel gar mit einem Treffer vorn. Oliver Eckhardt erzielte die erste und einzige Führung (12:13). „Wir haben überhaupt nicht ins Spiel gefunden“, gab Hermenau schulterzuckend zu Protokoll. „Mein Team hat es nicht verstanden, das Spiel in die Breite zu ziehen.“ Der Ball sei viel zu häufig über die Mitte gegangen.

Dittrichs Marschroute, die Achse Daniel Pächer/Kai Sommerlade zu zerstören, ging weitestgehend auf. Pächer wurde von Benjamin Rode nahezu die komplette Spielzeit in Manndeckung genommen. Somit, so Dittrich, sei der HSG-Brötchengeber kaum zum Zug gekommen. Dafür sorgte ein anderer, erfahrener Caldener Spieler für Gefahr: Michael Dietzsch. Der 38-jährige hatte mit 8 Toren großen Anteil am Sieg seiner Mannschaft. Der Rückraumspieler hatte wegen des Derbys extra eine geplante Zahnoperation abgesagt. „Ich wollte unbedingt dabei sein“, freute auch er sich über den knappen Erfolg. „Wir haben nicht gut gespielt, aber dennoch verdient gewonnen.“

Zweieinhalb Minuten vor dem Ende stand es 23:23. Kevin Schnitzer hatte für Zierenberg getroffen. Dann streckte Kai Sommerlade nach seinem vierten Treffer die Arme jubelnd in die Höhe. In den restlichen Sekunden gingen die Gastgeber in eine offene Manndeckung über und ließen nichts mehr anbrennen. „Mein Team hat eine starke kämpferische Leistung gezeigt. Leider wurden wir für unseren Aufwand nicht belohnt“, sagte Dittrich und kündigte an: „Im Rückspiel drehen wir den Spieß um.“

Für Zierenberg: J. Rudolph (Tor) 1, Meyer  (Tor), Schindehütte 3, Richter 1, Weber, Schnitzer 6,

M. Kunz 5, Stiegenroth, Reißel, Rode, Spangenberg 3/2, Eckhardt 5