Archiv der HSC Mannschaften

Hier findet ihr alle Spielberichte der vergangenen Jahre...

Chronik des Vereins

 

Teil 1 – 1947 bis Ende 50-er Jahre

 

In den schwierigen Zeiten des Herbstes 1947 entschlossen sich vier handballbegeisterte junge Männer, den Handballsport in Zierenberg zu betreiben. Franz Grunewald, Albert Sauer, Fritz Scheuermann und Karl Rode gingen auf die Suche nach weiteren Mitspielern. Da diese alsbald gefunden wurden, konnte eine erste Zierenberger Handballmannschaft aufgestellt werden.

 

Karl Rode organisierte das erste Spiel der jungen, neuformierten Truppe. Er holte eine Mannschaft des damals neu gegründeten Handballvereins „Kassel-Nord“ (heute Hermannia Kassel) als Gegner nach Zierenberg. Da zu dieser Zeit Handball nur auf Großfeld gespielt wurde, fand das erste Spiel im November 1947 auf dem Sportplatz an der Warme statt. Auch die 20 cm Schneematsch und Temperaturen um den Gefrierpunkt sowie unzureichende Sportbekleidung – Trikots gab es nicht, das Unterhemd musste reichen – taten der Spielfreude aber keinen Abbruch.

 

Nach diesen ersten Erfahrungen versuchten die Handballer, ihr sportliches Engagement auf eine solide Vereinsbasis zu stellen. Der Antrag, den Handball als Sparte im TSV Zierenberg zu integrieren, scheiterte jedoch an der übermächtigen Fußballerfraktion, die um ihre Besitzstände im TSV fürchtete.

So entschloss man sich nach längeren Gesprächen, das Heft des Handelns selbst in die Hand zu nehmen. Bei einer „Interessiertenversammlung“ wurde schließlich im Frühjahr 1948 der „Handball-Club 1948 Zierenberg“ gegründet. Es war das erste Mal, dass im Kreis Wolfhagen organisiert Handball gespielt wurde.

 

Die erste Vorstandswahl erbrachte als 1. Vorsitzenden Franz Grunewald. Weiterhin im Vorstand: Karl Schaub als Schriftführer, Kassenwart Hans Sippel und Sportwart Erich Nentwich. Als Betreuer der Männermannschaft fungierten Fritz Scheuermann und Heinz Knieriem. Damit konnten der Verein und die Männermannschaft beim Landessportbund gemeldet werden. In diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten wurde versucht, eine solide Vereinsstruktur als Basis  aufzubauen. So waren z.B. die Beiträge sozial gestaffelt, von 0,50 DM bis 1,00 DM. Um eine einheitliche Spielkleidung herzustellen organisierte und nähte man sich aus rotem Fahnenstoff die Trikots selbst.

 

Nachdem die beiden Trainer Franz Grunewald und Karl Rode die Mannschaft „vorbereitet“ hatten, konnte endlich ein regelmäßigen Spielbetrieb stattfinden. Die Anreise zu den Auswärtsspielen gestaltete sich sehr oft schwieriger als erwartet. Über notdürftig reparierte Gleise fuhren die Spieler mit der Bahn zu den Auswärtsbegegnungen. Manchmal konnte die Anreise in der noch sehr angespannten Lage Anfang der 50-er Jahre auch äußerst luxoriös erfolgen, mit dem Holzvergaser-Lkw vom Unternehmer Beile, der damit zum ersten Sponsor des HC 48 wurde.

 

Zunächst startete die Mannschaft in der untersten Spielklasse, doch schon bald folgte der Aufstieg in die Bezirksklasse. Aufgrund dieses Erfolges erhielt der Verein einen größeren Mitgliederzulauf, was wiederum die Aufstellung einer 2. Männermannschaft und einer Damenmannschaft möglich machte.

Die Damen standen den Herren in nichts nach und erreichten schon bald den Aufstieg in die Bezirksliga. In dieser Liga spielten sie dann auch einige Zeit sehr erfolgreich. Der Höhepunkt aber war ein Pokalspiel gegen eine Frankfurter Oberligamannschaft.

 

Das Vereinsleben beschränkte sich schon damals nicht ausschließlich auf den Handballsport, viele Vereinsmitglieder waren auch in der Leichtathletik sehr rege. Dies zeigte sich bei den jährlich von Erich Nentwich ausgerichteten Leichtathletikwettkämpfen, bei denen hervorragende Ergebnisse erzielt werden konnten. Auch die Geselligkeit kam nicht zu kurz. So organisierte der Mitte der 50-er Jahre zum 1. Vorsitzenden gewählte F. Lohrmann sehr schöne Ausflugsfahrten und Feiern, die alle regen Zuspruch fanden.

 

Durch die immer noch schwierige wirtschaftliche Lage in Deutschland kam es auch in Zierenberg zu einer immer größeren Zahl von Mitgliederabgängen, z.B. durch Wegzug von „Ausgebombten“ und Flüchtlingen. Dieser Aderlass machte sich im HC 48 sehr stark bemerkbar, s. d. die Mannschaften nicht weiter bestehen konnten und damit auch der Spielbetrieb eingestellt werden musste. Als Folge wurde der Handball-Club 48 Zierenberg Ende der 50-er Jahre mangels Mitgliederzahl aufgelöst, womit auch der erste Teil der Zierenberger Handballgeschichte ein Ende fand.

 

Teil 2 – 1966 bis 1978

 

1966     Im Frühsommer 1966, unter dem Eindruck der Grossfeld-WM in Deutschland, entschlossen sich erneut ein paar Zierenberger Jugendliche, dem Handball in Zierenberg neues Leben einzuhauchen. Fred Thias und Karl Rode konnten Heinz Oestreich, damaliger 1. Vorsitzender des TSV Zierenberg, davon überzeugen, den Handball als Sparte im TSV zu integrieren. Das geschah am 14.06.1966. Anfang September 1966 wird Karl Rode zum Spartenleiter bestimmt.

Es gab neue Trikots, und der Spielbetrieb begann. Die junge Truppe mit einem Durchschnittsalter von 18 Jahren bestritt am 15.10.1966 ihr erstes Spiel. Man unterlag dem späteren Dauerrivalen aus Ehrsten mit 10 : 14. Es spielten: Heyde, Benkendorf, Hoppe, Wittmer, Welker, Feyh, Ring, Rode, Scharf, Scheuermann und Fischer.

Auch das folgende Turnier in Trendelburg brachte nur Niederlagen. Die Zierenberger Zuschauer zeigten wenig Geduld mit der jungen Truppe, so dass sich Karl Rode schließlich mit ein paar offenen Worten direkt an die Zuschauer wendete und um mehr Unterstützung und Fairness für die Mannschaft bat.

 

1967     In diesem Jahr sah man die Zierenberger Mannschaft sowohl auf dem Großfeld als auch in der Halle aktiv. Die in dieser Zeit beim Deutschen Handballbund beschlossene Umstellung vom Großfeld- auf Hallenhandball brachte die Zierenberger Truppe dann erneut in große Schwierigkeiten. 

In Zierenberg stand keine eigene Halle zur Verfügung. Die Ausweichmöglichkeiten in Wolfhagen, Baunatal und Hofgeismar konnten nicht immer genutzt werden, so dass teilweise ohne Training zu den Punktspielen gefahren wurde. Trotzdem erzielte man 1967 zum ersten Mal ein Unentschieden gegen Ehrsten.

Auch in anderen Bereichen waren die Handballer erfolgreich. Wolfgang Hoppe, Hans Hoppe und Ingolf Fischer errangen erste Plätze in ihren Altersklassen bei den Kreis-Waldlauf-Meisterschaften.

 

1968     Nach einer relativ erfolgreichen Hallensaison – 2. Platz – startete die Männermannschaft im Jahr 1968 gleich mit einem hervorragenden 2. Platz beim Hallenturnier in Großenritte, hinter dem WVC Kassel. Der nächste Höhepunkt war ein geselliger Abend am 07. März 1968. Beim traditionellen Knödelessen war Ingolf Fischer mit 12 verschlungenen Pfanniknödeln nicht zu schlagen. Das wurde dann so ausgiebig gefeiert, dass der Wirt die Kneipe morgens „zwangsräumen“ musste.

Die mangelnde Trainingsbeteiligung im Sommer, die Umstellung von Hallen- auf Feldhandball sowie Wehrdienst und Urlaubssperre bei der Bundeswehr ließen keine gute Großfeldsaison zu. Die im Oktober begonnene Hallensaison 1968 konnte auch nicht wie gewünscht angegangen werden – das leidige Hallenthema war noch immer aktuell. Aber immerhin wurde in Zierenberg der Hartplatz fertig gestellt. Zur Einweihung gab es ein „Einlagespiel“, das gegen Landau 10 : 8 gewonnen wurde.

 

1969     Das Jahr 1969 begann, wie das Jahr 1968 endete – keine Halle, Spielermangel wegen Wehrdienst. Trotzdem konnte beim Hallenturnier in Hoof der 3. Platz belegt werden.

Der Pfingstausflug ging nach Landau, dort wurde auch ein Spiel durchgeführt.

Mitte September fand das erste Kleinfeldturnier auf dem neuen Hartplatz statt, bei dem die Zierenberger Mannschaft einen guten 3. Platz belegte – durch ein 5 : 2 gegen Ehrsten. Der sportliche Wettkampf wurde dann im Ratskeller fortgesetzt, ohne Sieger.

Die im Oktober begonnene Hallensaison wurde mit einem 5. Platz (von 11 Mannschaften) beendet.

 

1970     Das Jahr 1970 begann sehr erfolgreich: ein 3. Platz beim Pokalturnier in Baunatal und ebenfalls ein 3. Platz beim Turnier in Lohfelden. Am 07. März wurde der Beschluss gefasst, Feldhandball nur noch auf Kleinfeld zu spielen. Zum Kauf neuer Trikots führte die Mannschaft eine Sammlung durch. Beim Osterturnier in Felsberg belegte die B-Klasse-Mannschaft einen hervorragenden 4. Platz, und das bei Teilnahme mehrerer Landes- und Bezirksligisten.

Im Juni 1978 spielte dann erstmals eine Jugendmannschaft – 10 : 10 gegen Ehrsten. Zum ersten Mal tauchten dabei Spieler wie Gerhard Schindehütte und Karl-Heinz Müller in einer Handballmannschaft Zierenbergs auf.

Beim eigenen Kleinfeldturnier konnte im Finale die Bezirksligamannschaft aus Oberzwehren mit 8: 4 besiegt werden. Es versteht sich von selbst, dass die „3. Halbzeit“ bei Rüppels bis in die frühen Morgenstunden andauerte.

 

1971     Mit wechselnden Erfolgen bei Turnieren – ein Turniersieg, mehrere mittlere Platzierungen – begann das Jahr 1971. Die Hallensaison endete mit dem 3. Platz. Das wurde im Ratskeller traditionell mit Knödelwettessen, 125 Litern Freibier und einer Tombola mit 111 Preisen gefeiert, natürlich wieder bis in die frühen Morgenstunden.

Ende Mai nahm die Männermannschaft erstmals am Turnier in Bad Bramstedt teil. Nicht ganz so erfolgreich, denn die Spiele am Sonntag waren doch stark geprägt von den Feierlichkeiten am Vorabend.

Beim eigenen Kleinfeldturnier im September wurde diesmal der 3. Platz belegt. Am Abend stellte dann Schorsch Kopelski im Ratskeller einen neuen Rekord im Knödelessen auf, der wohl für die Ewigkeit bestimmt ist. Er verschlang 14 Stück. Der Höhepunkt des Abends war jedoch die Versteigerung eines gebrauchten VW-Käfer. Der Zuschlag ging an Klaus Beile, für damals stattliche 370 DM.

Zwei Wochen später ging die Fahrt nach Rüningen. Trotz des Ablaufes – Samstag trinken - Sonntag spielen – wurde der 3. Platz beim Turnier erreicht. Lohn der Bemühungen waren der Fairnesspokal und eine Buttercremetorte. Die Buttercremetorte kam jedoch nicht in Zierenberg an.

 

1972     Anfang 1972 fuhr die Mannschaft zu einem Turnier nach Limburg, wo durch einen 15 : 9 Erfolg im kleinen Finale gegen Jahn Gensungen der 3. Platz belegt wurde. Bei weiteren Turnieren gab es gute bis sehr gute Ergebnisse, teilweise gegen höherklassige Mannschaften. So konnte man beruhigt die Osterfahrt nach Luxemburg antreten.

Pfingsten fand ein Turnier mit drei Mannschaften aus der Partnerstadt Damvillers statt. Die Mannschaft spielte erstmals in neuen Trikots, gesponsort von Fa. Autohaus Heyde. Sehr anstrengend waren insbesondere die Abendveranstaltungen an allen drei Tagen.

Eine Woche danach erneut ein Turnier, diesmal in Waldau, gegen Verbands- und Bezirksligisten, mit Erreichen des 3. Platzes.

Das eigene Turnier, ausgetragen in Wolfhagen, und eine Weihnachtsfeier, beendeten das Jahr.

 

1973     Das Jahr 1973 begann dann mit einer Hiobsbotschaft: die Kreissporthalle durfte nicht mehr genutzt werden. Die ersten Turniere wurden mit wechselnden Erfolgen bestritten, u. a. fand am Karfreitag eine Busfahrt ins Weserbergland zum Turnier des  …………………. statt.  

Am Ostermontag wurde für den Nachwuchs an der Wichtelkirche ein Ostereiersuchen mit dem Osterhäschen MECKY organisiert. Pfingsten ein Turnier in Schedetal mit abendlichem Lagerfeuer, Spießbraten und Bier. Ende Juni folgten die nächsten beiden schweren Tage: eine Fahrt nach Lauterbach. Nebenbei wurde dort auch Handball gespielt. 

Das eigene Hallenturnier im September konnte in diesem Jahr gewonnen werden. Als „Einlage“ bei diesem Männerturnier bestritt erstmals eine Zierenberger Damen ein Spiel, 11 : 7 gegen Sand. Abends Ausklang der Veranstaltung im Kasseler Hof.

Eine Kinderweihnachtsfeier und eine Winterwanderung beendeten das Jahr.

 

1974     Das erste Turnier 1974 in Baunatal brachte erneut einen 3. Platz für die Herrenmannschaft. Die Damen wurden in Grebenstein beim Turnier leider Letzter.

Ostern führte eine Turnierteilnahme die Männer nach Hamburg, wo man 4 Tage Zeit hatte, alles, aber auch wirklich alles, zu besichtigen. In St. Pauli ging es los, eine Hafenrundfahrt war der Abschluss, und Handball wurde zwischendrin auch gespielt.

Beim Pokalturnier wurde hochmotiviert der 2. Platz belegt, beim Tanz in den Mai im Bürgerhaus bedurfte es dann keiner weiteren Motivation. Trotz Nachwehen gewannen die Herren im Mai das eigene Kleinfeldturnier mit 4 : 1 im Endspiel gegen Wolfsanger. Dagegen brachte ein Turnier in der Handballhochburg Holland keine sportlichen Erfolge, aber jede Menge neuer Kontakte.

Das Zierenberger Turnier konnte auch in diesem Jahr erneut gewonnen werden. Ein weiterer Grund für eine Feier im Bürgerhaus.

 

1975     Die Herrenmannschaft hatte für 1975 den Aufstieg in die nächsthöhere Klasse „geplant“, was zunächst aber wegen Punktabzug scheiterte. Ein Protest hatte ein Wiederholungsspiel gegen Calden zur Folge, welches mit 18 : 14 gewonnen werden konnte.

Die Osterfahrt führte diesmal in die Partnerstadt Damvillers, wo es nachdenkliche (Besichtigung in Verdun) und lustige (mit dem Garagensänger Mecky) Momente gab.

Beim Turnier in Holland konnte diesmal besser abgeschnitten werden, der 2. Platz war das Resultat guter Leistungen. Als inzwischen Abonnementsieger präsentierte sich die Mannschaft beim eigenen Hallenturnier (7 : 1 im Finale gegen Schedetal).

Eine Weihnachtsfeier für Kinder und Erwachsene rundete das Jahr ab.

 

1976     Die Handballsparte besteht seit 10 Jahren – und die Herrenmannschaft konnte den Aufstieg von der A-Klasse in die Bezirksleistungsklasse feiern. Die traditionelle Osterfahrt führte wieder in den Norden, diesmal allerdings nach Damp 2000 – mit dem Leib- und Hof-Oberbusfahrer Henner Döring. Eckernförde, Kiel und Laboe wurden besichtigt. Nach einer Butterfahrt auf der Ostsee ging es dann am Ostermontag weiter nach Bad Bramstedt. Dort gab es wenig Handball, aber viel APPELKORN.

Beim eigenen Hallenturnier zeigte sich die Männermannschaft diesmal als guter Gastgeber – 4. Platz – was der Stimmung abends im Ratskeller aber keinen Abbruch tat.

 

1977     Bei der Neujahrswanderung gleich zum Jahresbeginn 1977 zum Bären- und zum Rohrberg gab es reichlich Schnee, und noch reichlicher Glühwein. Die Wanderung endete dann abends im Kasseler Hof.

Ostern fand erneut eine Fahrt statt, Ziel war Berlin-West. Sämtliche Sehenswürdigkeiten wurden besichtigt, der krönende Höhepunkt war schließlich eine olympiareife Kür auf dem Eis des Europacenters, dargeboten von Mecky und Oswiehn Otze.

Die erste Männermannschaft wurde in dem Jahr Kreispokalsieger gegen Wolfhagen. Das erstmals ausgerichtete Kinderfest auf dem Sportplatz war ein voller Erfolg. Die Weihnachtsfeiern bildeten einen harmonischen Jahresabschluss. 

 

Teil 3 – 1978 bis   ……….

 

Dieser Teil wird zur Zeit überarbeitet, bitte etwas Geduld.